Donnerstag, 21. Februar 2013

Schulung über Videoplattformen

Liebe Filmfreunde

Ich wurde gebeten, einen Einführungskurs in die Videoplattformen des Internets zu geben. 

MANGELS INTERESSE VERSCHIEBE ICH DEN KURS AUF UNBESTIMMTE ZEIT!

Er findet bei den Scharfen Linsen im Club am 23. März von 11 - 14 Uhr statt.
Ahornstr. 24 in 12163 Berlin
Man meldet sich dafür verbindlich HIER an! Eintritt 20 €.

Es ist eine Privatveranstaltung für Freunde. Man muß kein BDFA Mitglied sein!

Die Teilnehmer brauchen:

  • möglichst eigene Laptops mit W-Lan, Firefox Browser, Windows XP oder neuer zum mitmachen 
  • (oder mehrere Teilnehmer an einem Gerät)
  • Schreibzeug
  • Getränke, Essen
  • Geduld
  • Neugier
  • Festplatten oder USB Sticks mit 
  • eigenen sehr kurzen zeigbaren Filmen als Datei (Achtung: nur selbstgemachte Filme und rechtefreie Musik)
  • einen gültigen E-Mail Account (und Online-Zugriff darauf) zum Anmelden der eigenen Profile
  • möglichst ein Foto von sich oder ein Logo als kleine JPG Datei für die Profile
  • kurze Beschreibungen als Texte über sich selbst und die Filme
  • konkrete Fragen zum Thema, zur Terminologie, zu Scheu, Ängsten, Internet allgemein
Die 2-3 Dokumentaristen der Veranstaltung brauchen:
  • je eine relaiv identische Kamera mit Stativ, 
  • genug freiem Speicherplatz darin, 
  • Ersatzbatterien oder Netzstrom,
  • Eingänge für die Mikros
  • Stühle
  • Verpflegung
  • Ausdauer
  • ein Gespür für Mitschnitte
  • Licht
  • Koordination untereinander
  • ein Skript zum Ablauf von mir
Wie lang die Veranstaltung wird, hängt vom Vorwissen, der Teilnehmerzahl, der Aufnahmefähigkeit, der Geduld und den Wünschen der Leute ab. Wir planen eine oder zwei Pausen.

Sonntag, 17. Februar 2013

FILMthuer Jena 2013


Zuckerguss auf dem Wohlstandskuchen

von Dave Lojek

http://www.filmthuer.de/index_htm_files/201.jpgWas beschäftigt die freien Filmemacher Thüringens? Womit setzen sich Weimarer Studenten oder Jugendliche in zahlreichen Medienwerkstätten auseinander? Auf dem vorzüglich organisierten und reichhaltig kuratierten 9. FILMthuer Festival konnte man sich am Wochenende darüber im zum Veranstaltungssaal umgebauten Volksbad Jena informieren. Von verschneiten Feldern, aus muffeligen Studierzimmern und den Wohnblocks Lobedas zog es die Cineasten und Regisseure zum Paradies für Vielfalt aus Klangbildern und Figurenschach. Ein Rahmenprogramm aus Tänzerinnen und der Damenkapelle Klatschmohn animierte die KulturfreundInnen zum Applaudieren. Eintritt frei! Offerten zum Grübeln eröffnete das Fest; es lud zum Kichern, Träumen, Wundern ein.
Die ausgiebige Tauchfahrt in die Gehirne der Medienschaffenden und Drehbuchautoren aus Deutschlands Mitte ermöglichte Bullaugenblicke in Dramen, Dokumentationen, Delirien und Durchdachtes. Hier finden Sie das Programm und die Preisträger: www.filmthuer.de

In der Tat bot dieses Fest eine riesige Auswahl für viele Geschmäcker und
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RALLE & BOLLE (Animation) von Winfried Bellmann
Zielgruppen. Kinder und Familien unterhielten sich köstlich bei exzellenten Zeichentrickabenteuern der putzigen Hamster. Kunstliebhaber und Kenner der experimentellen Szene freuten sich über abstrakte und rätselhafte Werke bar jedes Erzähldrucks. Erfreulich viele flüssige Spielfilme erreichten ihr Publikum, denn die Studentenfilmquote betrug 16 %. Applaus erklang fast im Minutentakt aus der Halle. Auch wenn der Emotionspegel wirklich berührter oder verärgerter Zuschauer nur ums Normalmaß tendierte, kann dieses Filmfest als Erfolg gewertet werden. Wo sonst bekommen Filmer direkte Reaktionen und Fragen zu ihrer Arbeit? Lernen am Publikum lautet die Devise.
In einer kleinen Stadt wie Jena finden nur drei jährliche Kurzfilmveranstaltungen statt. Dementsprechend motiviert und begeisterungsfähig zeigt sich das ausgehungerte Publikum. Ganz anders dagegen ist Berlin, wo sich über 70 Filmfeste aller Kulör in nur 52 Wochen drängen und die Überfütterung mit 1000 weiteren Veranstaltungen pro Tag kulturell desensibilisiert. Aber dieses Klagen auf hohem Niveau zeigt, dass Deutsche mehr als nur Krieg und Völkermord vermögen (wie in Peter Weidigs Weimarer Dokumentation NUR EIN PAAR KILOMETER vom Stadtführer und einem KZ-Gedenkstätten-Pädagogen erklärt wird). Wir sind lernfähig. Massen wollen sich unablässig (ein)bilden und gerne verkopft herumdoktern an ihre Problemchen. Manch politische Filmübung sah man in Jena und vor allem eine große Lust am Leitmedium. Diese bringt viel Halbgares hervor, aber ich langweile mich allemal lieber im Kino, als von Soldaten beschossen, von Agenten gefoltert oder Sklavenhändlern ausgeweidet zu werden in anderen Regionen dieses Planeten. Welch wohliger Kokon die Filmwelt ist, welch Zuckerguss auf dem Wohlstandskuchen, solange man sich nicht verkaufen muss.

Die organisierten Filmer des Bundesverbands Deutscher Film-Autoren (BDFA) nutzten diese Leistungsschau, um sich für Bundesfestivals in vielen Genres zu qualifizieren. Nur 4 von 64 Regisseuren gingen ohne einen Preis heim. Insofern honorierte das Festival im Prinzip jeden und jede, was zur Politik des Verbandes gehört und regelmäßig die Nicht-BDFAler verwundert, gar zum Spott verleitet. Es gibt immer mehrere dritte, zweite und erste Preise und ettliche Sondergewinner in Genres und Sparten. Statt Logik oder Mathematik herrschen in dieser Kulturnische Freigiebigkeit, Wettbewerbspossen und Aufmunterungstaktik zur Mitgliederbindung. Aber auch die Berlinale denkt sich ständig neue Preise und Trophäen aus. Man liegt damit also im Trend.

Besonders erfreut und überrascht war die 24-jährige Denise Blickhan. Sie gewann die Goldene FILMthuer samt Trophäe und Weinflasche, den 1. Preis in der Jurywertung und den Publikumspreis im Amateurbereich für ihre experimentelle Tanzperformance ASTARTES SCHLAF. Als ihr Erstlingswerk erdachte, drehte und schnitt Denise den Film in nur 30 Stunden im Herbst 2012 beim alljährlichen KinoDynamiqueJena Workshop. Der Videoclip zeigt sie selbst in einem altertümlichen Kleid auf einem Stuhl in einem schwarzen Raum. Ihre Hände schlängeln sich von ihr weg, Videoeffekte beleuchten und verfremden den Tanz zu melancholischer Musik. Der Preisregen und die Delegation zum FanTex Bundesfestival spornt die Kunststudentin Denise gewiss zu weiteren Kurzfilmdrehs an. Sie wäre eine Bereicherung des Verbandes, wie so viele unverbrauchte Jungfilmer hier.
Als Jurymitglied hatte ich die Ehre, mit Experten des BDFA über die Kreationen zu debattieren. Sonderpreise und Trophäen durften nur an Anwesende gehen. Also verscherzten sich viele ihre Preise durch Abwesenheit. FILMthuer gilt als Schleuse für Studentenfilme auf dem Weg in und durch die Amateurszene, weshalb diese zumeist sorgsam erdachten und geschickt produzierten Werke oft bis zu den Weltfilmfestspielen der UNICA gelangen und so das Land repräsentieren. Allerdings beklagen sich Amateure regelmäßig, dass sie mit den Produktionsmitteln und von Dramaturgen korrigierten Arbeiten alleine nicht mithalten können. Das stimmt. Aber ohne ansehnliche Studentenfilme flösse noch weniger junges Blut durch den von Überalterung beherrschen Verband. Durch Veränderung wird aber nichts verwässert, sondern destilliert.
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APOCALYPSE NOW (Musikvideo) von Florian Arndt
Sie bemerken meine Wortwahl zum Thema Flüssigkeiten. Ich spreche vom Volksbad, Tauchfahrten und Blutfluss.
Tatsächlich ergoss sich auch in manchen Filmen Blut wie ein ROTER FADEN, das schlichte Lebenselixier. Oder man behauptete, dass Liebe DICKER ALS BLUT ist, wenn ein lesbisches Ehepaar sich für seine Tochter rechtfertigt, die ein schwuler Freund zeugte.
Die Saale war erfrischender Drehort für meine eigene Komödie PARADIESWEHR, die Immobilienmauschelei entlarvt.     
Ein Greis berichtet über seine Zeit bei der Kriegsmarine im U-Boot 433 und seine Gefangenschaft in kanadischen Lagern. Der Enkel recherchierte vorbildlich. Das poetisch-theatralische Tryptichon OPHELIA eröffnet mit Flussbildern, gewann den Kamerasonderpreis und einen ersten Jurypreis. Auf ein Gesicht in Florian Arndts Musikvideo APOCALYPSE NOW klatscht Wasser. Steffan Fratte fragt direkt: WANN KOMMT DIE FLUT, denn seine Strumpftiere verpassen die Arche Noah. Josefine sitzt auf einem Steg hinter dem langweiligen Campingplatz neben einem Jungen und weiß: GIRLS DON'T CRY. Aus einem Tintenklecks erwachen eine Tanzmotte und ein Feuervogel in LUSYDA, um im Liebestaumel zu verbrennen.
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ICH SEHE ALLES (Spielfilm) von Georg Pelzer
Blutlos hingegen staksen die Marionettenzombies durch das Musikvideo MENSCHENFRESSER, um hirntot ihrer Einöde zu huldigen. Apropos: In der exzellenten Antimation CROSSOVER bekehrt eine große Kreuzspinne mit Tamtam und gleißendem Licht viele hypnotisierte Feuerkäfer. Welch gelungenes Simile zur fadenscheinigen Religion. Endlich sind wir nicht mehr Pabst.
Zurück zu den Ausgangsfragen: Magie und Beziehungen standen im Fokus der Filmemacher Thüringens; Alltag und Zitate trieben sie um. Es wurde verstrahlt, gemalt, geaalt und bezahlt. Der Bogen spannte sich von Sport und Ästhetik über Stalkingvorwürfe und Basteleien bis hin zu Künstlerbiographien, Generationenkonflikten und generischen Formübungen in Werbung, Musikvideo und Weltuntergängen. Menschen scheuten und trauten sich; sie telefonierten, tanzten, tätschelten.
Warum entstehen diese Filme? Sie sind Aufgaben von Filmprofessoren, Spielereien mit Kameras, Momentaufnahmen und Versuche. Sie wollen erzählen oder verwirren. Aufmerksamkeit wünschen sie sich und probieren es mit Bildsprache und Musik. Oftmals kongruiert die Intention ungenügend mit dem Anspruch und der Umsetzung. Gelegentlich misslingt Unterhaltung oder die Mittel widersprechen der Botschaft. Kurzfilm als Experimentierlabor schärft die Kunstfertigkeit und das visuelle Handwerk. Das Laufpublikum schert sich wenig um ungleiche Produktionsbedingungen oder Prämierungen. Es erwartet Kinokultur und lernt, wie wenig es durch Fernsehen und industriellen Kommerzspielfilm von der Welt mitbekommt, von den Nachbarn, den Randgruppen, Sportlern (wie in BERGLINE von Marcus Lauterbach).
 
FILMthuer zündet insbesondere der kreativen Jugend eine Fackel an, die sie olympisch in das Land tragen sollte. Die berüchtigten ergrauten Herren präsentieren zwar auch hier ihre Werke frühmorgens, aber die erfreuliche Durchmischung der Altersklassen bewirkt, dass Perspektiven sich verschieben, dass viele Stimmen erklingen in diversen Frequenzen und Melodien im Schwimmbad der Fantasie.
Wenn Sie einen Feuerkäfer beten sehen, suchen Sie die Spinne! Erzählt Ihnen jemand ein Gedicht, küssen Sie ihn! Haben Sie Kinder, hören Sie zu und beschützen Sie sie! Wollen Sie Liebe, werden Sie liebenswerter und akzeptieren Sie sich selbst!

Internationale Senftenberger Kurzfilmtage





Die 5. Internationale Senftenberger Kurzfilmtage ( ISK ) vom 05. bis 07. April 2013 bilden das Rahmenprogramm mit dem Thema „Asien erfahren“. Zu sehen gibt es Filme aus und über Asien sowie über Land und Leute der asiatischen Kultur.

Das Kino ist im Theater NEUE BÜHNE Senftenberg eingerichtet.


Eine internationale Jury mit Monika Haskova (CZ), Dave Watterson (GB), Igor Holland-Moritz (D) bewertet die eingereichten Filme und vergibt den
ISK_Preis 
Senftenberger Findling in Gold, Silber und Bronze 

Filmautoren, die Wissenswertes über Asien in ihren Archiven haben, sollten bis zum 01.März 2013 Videos mit einer Laufzeit nicht länger als 20 min an
Matthias Schulz
Wiesenweg 13
01996 Hosena

einreichen. Mit beigefügtem Rückporto erhalten die Filmautoren Ihre Werke wieder zurück.

Regeln des Sonderwettbewerbes
Filmmeldebogen Sonderwettbewerb
Programm der ISK


Weiterhin findet der
Deutsche Minutenwettbewerb
des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) statt.

Zum Wettbewerb werden nur nichtkommerzielle Videos zugelassen die nicht länger als 60 Sekunden sein dürfen. Der Filmautor ist bei seiner Themenwahl frei. Die Filmeinreichungen mit BDFA Meldebogen sind bis zum 01.März 2013 zu richten an: 
Matthias Schulz 
Wiesenweg 13 
01996 Hosena
 
Programm Deutscher Minutenwettbewerb 
Sonnabend, 06.. April 2013 

10.00 Uhr Vorentscheid 
alle eingereichten Minutenfilme werden einmal gezeigt und vom Publikum mit Punkten bewertet 

16.30 Uhr Finale

die 16 besten Minutenfilme laufen gegeneinander im K.O.-System.Die Zuschauer im Saal entscheiden über die Platzierungen. 

Minutenwettbewerb 

Regeln des Minutencups 

Minutencup 2012 Abstimmung



























RaHa

Sonntag, 3. Februar 2013

JHV des LV BB



Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Berlin/Brandenburg im Bund Deutscher Film-Autoren (BDFA)

Dave Lojek bei seinem Bericht

Am 03.02.13 fand die planmäßige JHV des LV BB statt. Alle im Verband zusammengeschlossenen Clubs waren bis auf eine entschuldigte Ausnahme vertreten. Und es wurde eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet.


Neben den üblichen Berichten des Vorstandes und der Beiräte wurde auch der Bericht des Kassenführers diskutiert. Gemeinsam soll versucht werden die Einnahmesituation zu verbessern, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Kassenchef Hein Möbis
Einen breiten Raum nahm die Vorbereitung des LandesFilmFestivals Frühjahr 2013 ein. Schwerpunkt war u.a. auch die Datenbank des BDFA mit dem neuen elektronischen Filmmeldebogen. Hier gab es noch Ungereimtheiten, so z.B. die Frage, wer ist für die korrekten Daten des jeweiligen Clubs zuständig, wer bearbeitet die Filmliste, wenn ein Autor seinen Film ausversehen doppelt gemeldet hat und und und. Übereinstimmend wurde das neue Verfahren gelobt, da ja auch der Ausrichter des LandesFilmFestivals eine komplette Übersicht der gemeldeten Filme mit allen Angaben erhält. Gut für die Gestaltung des Programmheftes.

Weiterhin wurde die Außenwirkung des Verbandes diskutiert. Auch hier gab es offene Fragen. Bei Filmen, die veröffentlicht werden sollen, müssen alle Rechte beim Autor liegen. Ansonsten könnte es zu unliebsamen Überraschungen seitens der GEMA bzw. anderer Rechteinhaber kommen.

Es gibt ja einen „eigenen“ Kanal in vimeo (http://vimeo.com/groups/lvbb). Auch dieser sollte genutzt werden, um unsere Außenpräsenz zu verbessern.

Unser „Neuer“, Dave Lojek, ist nun ein Jahr im Amt. Er hat sich wacker geschlagen und hat auch weiterhin Lust und Interesse an diesem Job. Wir als Clubleiter können uns glücklich schätzen, dass ein so junger Filmer auch die Verbandsarbeit nicht scheut, sich richtig reinhängt.
RaHa


 alle Bilder Rainer Hässelbarth