Mittwoch, 6. November 2024

LandesFilmFestival Berlin / Brandenburg

Diddi Schürtz
Und es war wieder schön, das LandesFilmFestival Berlin / Brandenburg 2024 im Kino Toni. 60 interessierte Besucher konnte ich zählen. 
 
Gleich am Anfang wurde der Wettbewerb mit einem Trailer und einer Grußbotschaft vom Schirmherr Dennis Buchner per Video eröffnet. Dennis Buchner ist der 1. Vorsitzende des Vereins der Freunde des Kino TONI e.V. und Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses. Danke möchte ich sagen, dem Sponsor unserer Veranstaltung, dem „Verein der Freunde des Kino TONI e.V.“ für die großzügige finanzielle Unterstützung sowie der „Berliner Sparkasse“.


Karl-Heinz Rost (Mitte)

Gern haben wir auch langjährige Mitglieder des BDFA mit Ehrennadeln in Gold für Karl-Heinz Rost und in Silber für Klaus Woinar geehrt. Die Ehrung nahm unser Landesvorsitzender und Präsident des Video- und Filmverbandes Berlin / Brandenburg, Dave Lojek, vor.

Klaus Woinar (Mitte)
Damit das Festival reibungslos in Bild und Ton über die Bühne ging, haben Dietmar Schürtz (Organisator) und das Team vom Film-Club-Reinickendorf und alle unsichtbaren Helfer alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit das Festival ein voller Erfolg wurde und das war es auch. 

14 ausgewählte Filme, ob Fiktion oder Dokumentation waren sehenswerte und interessante Produktionen. So wurde es auch von den Besuchern gewertet. Eine von uns erkorene Jury, diesmal wieder in voller Besetzung mit Renate Korte, Renate Epperlein, Thomas Schauer, Sebastian Bräuniger, Burkhard Schmidtke und Juryleiter Adalbert Becker bewertete die Produktionen fachgerecht und kompetent. Die Filmbesprechung war offen und hilfreich für die Autoren.

So ergaben sich zwei 1. Plätze im Genre Dokumentation für den „Wenn die Liebe stärker ist…“ von Dietmar Schürtz, ein Porträt einer lesbischen Tänzerin über ihr Coming-Out und ihr dazugehöriges Bauchgefühl. 

Der weitere 1. Platz ging an den „Glück auf, Luise“ von Manfred Hennig. Diese Archivrecherche erzählt von der noch existierenden ältesten Brikettfabrik weltweit. 

Die Jury

Einen 2. Platz bekam „Abhängig“ von Odysseas Johannes Hlepas. Kassandra wird von einer KI in ihrem Smartphone begleitet, die Ihre Nachrichten manipuliert. Das Telefon textet eifersüchtig.
 

Unser neuestes Mitglied Odysseas nahm insgesamt die meisten Trophäen mit heim. Beste Montage für BIAS, Bester Spielfilm für ABHÄNGIG, Beste Cinematografie für TRAUERSPUREN (von Dave Lojek), zweimal 2. Jurypreis, zwei Weitermeldungen zum BFF Fiction via Ostinale.

Präsident und Regisseur Dave mit Odysseas Johannes Hlepas (rechts)

Es gab noch weitere erwähnenswerte Arbeiten wie „Das war ja die Höhe mit den Gipfeln“ von Frank Dietrich, „Nordland-Legenden“ von Klaus Schlemmel oder „Emma in der Spiegelwelt“ von einer Schülergruppe mit Helene Radam, Sarah Bremer und Mara Lanzke. 

Das Melodrama „Trauerspuren“ um einen Haustierverlust von Dave Lojek gewann den Preis für die Beste Cinematografie, den 3. Jurypreis und eine weiterleitung ans BFF Fiktion via Ostinale. „Um die Ecke denken“ von Klaus Woinar bebildert die Frustration an Paketabholautomaten. 


In drei Filmblöcken waren weitere interessante Filme auf der großen Leinwand zu sehen. Das alles konnte man auch noch in einem sehr gut gestalteten und übersichtlichen Programmheft verfolgen.

Moderatorin Angela Jehring führte beschwingt durch den Tag.
Blumen für die Damen (Renate Epperlein, Angela Jehring, Renate Korte)

Bewusst arbeiten die Regisseure dieses Verbandes ohne staatliche Zensur, Fernsehredakteure oder finanzielle Filmförderung, damit sie künstlerisch und inhaltlich ihre eigenen Produktionen steuern können. Die Resultate sind explizit nicht zum Verkauf gedacht, sondern zur Erbauung, Unterhaltung, Information und Überraschung. Seltenes und Obskures kommt zum Vorschein.

Ein großer Dank geht auch an das Team des Kino TONI unter der Leitung von Iris Praefke. Wie all die letzten Jahre gab es eine sehr gute Zusammenarbeit, um auch den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. 

Regisseur, Produzent, Präsident, Verleiher, Kinoit... Dave Lojek sammelt Titel und Preise

Viele interessante Gespräche gab es in den Pausen zu den Werken, zur Weiterführung des Festivals und auch zur Existenz des Landesverbandes.

Wir werden nicht jünger, der Nachwuchs fehlt. Aber eines konnte ich im Saal des Kinos schon versprechen: Wir sehen uns am 1. November 2025 um 10 Uhr im Kino TONI mit interessanten und sehenswerten Kurzfilmen wieder.

Fotos: Klaus Schlemmel, Andreas Hagemoser

DS