Sonntag, 9. November 2014

Amateurfilme im Kino TONI



25 Jahre Mauerfall – Filmabend im Kino Toni


Am Freitag, den 07.11.2014 wurden im Kino Toni am Weißenseer Antonplatz anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls ab 19:30 Uhr drei ungewöhnliche Dokumentarfilme gezeigt, die jeweils auf eine ganz eigene und vielen unbekannte Sicht auf die historischen Tage des Umbruchs 1989 bieten. 

Eine Zusammenarbeit der SPD Weißensee mit dem Verein der Freunde des Kino Toni.

„Einmal Mittenwalde und zurück“ von Claus Krüger

Die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft (NME) nahm unter dem Namen Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft am 28. September 1900 ihren Betrieb auf. Die Strecke verband den Bahnhof Hermannstraße in Berlin-Neukölln an der Ringbahn mit Mittenwalde in der Mark Brandenburg, und wurde am 26. Mai 1903 bis Schöneicher Plan verlängert. Für den Güterverkehr sind heute nur noch kurze Teilstrecken im nördlichen und südlichen Bereich der Strecke in Betrieb. Nach der Errichtung der Berliner Mauer 1961 mussten die Züge zum Durchfahren eines auf DDR-Gebiet liegenden, 300 Meter langen Gleisabschnitts zwischen Buckow und Rudow zwei Grenztore passieren. 1963 wurde das Kraftwerk Rudow in Betrieb genommen. Dessen Versorgung mit Kohle, Steinmehl, Kalk und Ammoniak wurde für die nächsten 40 Jahre der Schwerpunkt des Bahnbetriebes auf der Strecke. Gleichzeitig wurde zur Umfahrung der 300 Meter auf DDR-Gebiet eine 1,2 Kilometer lange Umgehungsstrecke gebaut, um die Versorgung des Kraftwerks unabhängig von möglichen Willkürmaßnahmen seitens der DDR sicherzustellen. 

Dieser Film wurde im April 1990 beim letzten Ost-Berliner Landeswettbewerb außerhalb des offiziellen Programms gezeigt und erhielt einen Ehrenpreis.

„Frühling im November“ von Manfred Winkler

Die spannenden Tagen des Mauerfalls von West-Berliner Seite aus mit völlig neuen Sichten von West-Berliner Seite gefilmt.

„Grenzdurchbruch 89“ von Mathias J. Blochwitz

Der Berliner Regisseur, Autor und Produzent Mathias-Joachim Blochwitz drehte vom 11. November bis zum 22. Dezember 1989 in Berlin am Brandenburger Tor. Der daraus entstandene Film „Grenzdurchbruch 89“ dokumentiert mit Aussagen von Grenzsoldaten und bisher unbekannten Bildern auf den Punkt eines der wichtigsten Ereignisse deutscher Geschichte: Den Fall der Mauer. Die Aufnahmen sind einzigartige Dokumente des Zusammenbruchs, von Überwältigung und Überforderung, von Einsichten und Reflexionen, ein bewegendes Stück Zeitgeschichte. 


Im Anschluss stand Mathias-Joachim Blochwitz für eine Diskussion zur Verfügung. 
Schon die Beantragung für Kamera und Tongerät scheiterte fast. Der "Ausgeber" wollte ein Papier sehen. Papier gabs nicht, wer wollte das auch ausstellen?
Ungewöhnliche Drehorte wie unter dem Postdamer Platz, oben vom Brandenburger Tor zeichneten den Film aus.
Durch gefühlvolle Fragen äußerten sich nicht nur Soldaten sondern auch hohe Offiziere und deren Aussagen waren schon erstaunlich. 

Vielen Dank an alle Beteiligten

RaHa

Montag, 3. November 2014

LandesFilmFestival "Herbst" 2014

Foto: Veiko Hübner
Wieder war es soweit: Das LandesFilmFestival der Region Berlin/Brandenburg, veranstaltet vom Bundesverband Deutscher Film-Autoren e.V. und ausgerichtet diesmal von der filmgruppe 79 e.V. - Berlin - konnte im Kino Toni starten.
"Filme gehören ins Kino!" und "Filme werden fürs Kino gemacht!", diese Wahlsprüche haben in Berlin ihre Berechtigung. Mit dem Digital-Projektor wurden die Beiträge auf die große Leinwand projiziert, einfach ein Genuss!  







Ein gut gestaltetes Eröffnungsbild mit den Logos aller vertretenden Clubs in BB stimmte auf den Wettbewerb ein.

Und auch wie vorher, unser Engel Angela Jehring moderierte und führte charmant durch das Programm.

14 Filme bewarben sich nicht nur um die Gunst der Zuschauer, sondern auch um die Anerkennung durch die Jury. 
Unter der bewährten Leitung von Michael Thümer waren das diesmal: Kathrin Heim, Christa Anna Lisa Schaier, Gundula Roeber sowie Hans Hickisch und Günter Fischer. Alle Juroren waren gewohnt sicher in ihrer Argumentation.

Toll auch die beiden "Siegerfilme". "Die Schwarze Elster - von der Quelle bis zur Mündung", ein Gemeinschaftsfilm der Videofilmer Senftenberg, mit tollen Bildern, skurillen und sympathischen Geschichten, bemerkenswerte Protagonisten. Ein stimmlich wechselnder Kommentar, absolut passend, wobei Michael Franke mit seiner sonoren Stimme und dem gewissen Timbre noch herausragte.

"Strong Coffee With Vodka" von Vladimir Scheiermann, Einzelmitglied und neu im BDFA, ruhiger Kurzfilm, in dem nicht viel passiert – der aber umso mehr erzählt. Eine Ansammlung
von Situationskomik, ironischen Anspielungen, alltäglichem Rassismus im Kleinen und Missverständnissen im Großen,... kurzum, der üblichen menschlichen Idiotie.


Die ausrichtende filmgruppe 79 e.V. - Berlin- hatte sich alle Mühe gegeben, auch dieses Festival zu einem Höhepunkt werden zu lassen. Dafür auch an dieser Stelle ein Dankeschön.

Und ein Dankeschön an den Profi-Fotografen Riccardo Kaufmann. Hier die Kontaktdaten:

Anfragen an ihn für Fotografie, Steadycam Operator, Reisefilme: info@Wonderful-World-Photo.de
Foto: Riccardo Kaufmann