Sonntag, 18. Juni 2017

Frech- Frivoles- Filmfestival 2017

Ich dachte, es kommt keiner, so die Aussage des Organisators und Veranstalters Dietmar Schürtz kurz vor Beginn des Frech- Frivolen- Filmfestivals am 10. Juni 2017 im Berliner Theater am Park.
Falsch gedacht. Kurz vor 16:00 Uhr mussten die Mitarbeiter des Theaters zusätzlich Tische und Stühle aufbauen, damit alle Besucher im Saal einen Platz fanden. Es waren zu dem Event über 80 Besucher erschienen. Ein gutes Ergebnis für eine Veranstaltung in Berlin, wo  tausende Events am Tag stattfinden. Pünktlich begann das Festival mit einem erotischen Trailer auf der Leinwand. 
Das Filmprogramm, moderiert von Angela Jehrige, eröffnete mit einer Retrospektive der Siegerfilme des 8. Festivals. Nicht nur heiss waren die Tagestemperaturen, auch die Filme trugen dazu bei. Kurzfilme aus Frankreich, Italien, Griechenland und Deutschland flimmerten über die Leinwand. Ein bunter Mix von 21 Filmen mit Erotik, Kunst und Satire hatten den Besuchern einen kurzweiligen und unterhaltsamen Festivaltag geboten. Es wurde viel gelacht, gestaunt und bewundert. In den Pausen wurde dann über den einen oder anderen Film gesprochen und auch heiß diskutiert. Mancher Film war  wohl doch etwas zu hart für die Besucher der leichten gefühlvollen Erotik. Erotik hat ein umfangreiches Spektrum.
Der Veranstalter und Kenner für freche und erotische Filme Dietmar Schürtz war mit der Veranstaltung, dem Festival vollauf zufrieden. Ein großer Dank geht damit auch an seine Mitstreiter von den Film- und Videoautoren Berlin e.V.
Ein zum Teil schwieriger Erotikquiz umrahmte die Veranstaltung und regte zum Mitmachen an. Schon allein die zu gewinnenden Preise machten Lust auf´s Raten und Wissen.
In den Pausen, in denen eine gute gastronomische Versorgung geboten wurde, hatten die Besucher Zeit um nochmals über die Filme zu sprechen. Leider waren nur wenige Autoren der Filme anwesend. Schade.

Ein echter Hingucker war die Aktfotoschau im Veranstaltungssaal. Gestaltet von Sörens Horn, Erel Ka und Dietmar Schürtz. Die Besucher verweilten oft sehr lange und sahen sich die ausdrucksstarken Bilder an. Mehr gibt es dann zur 2. Berliner Amateur Aktfotogafie am 11. u. 12.Nov. 2017 im Theater am Park zu sehen.
Preisverleihung für die besten Filme des Festivals: 1. Preis „Les bienheureux“ von Charles Ritter aus Frankreich. 2. Preis „Fucking Day“ von Maxime Billon aus Hamburg, 3. Preis „Hot“ von Werther Germondari u. Maria Laura Spagnoli aus Italien, und ein zweiter 3. Preis „Placenta“ von Fabrizio  Cavallaro aus Italien. Der Preis Beste Dokumentation ging an  „Remember Gay Love Story von Ann Antidote aus Berlin.
Den Publikumspreis bekam der Film „Etage X“ von Francy Fabritz aus Berlin,  zusätzlich einen Sonderpreis für Montage und einen Sonderpreis für beste Darsteller.
Die Sachpreise wurden von dem Sponsor  ORION- Versand 100 % Erotik und BERLINintim bereitgestellt. Herzlichen Dank dafür. Danke auch der fachkundigen Jury für ihtre nicht immer leichte Arbeit, die Filme zu bewerten.
Es war kein übliches-, sondern ein anderes Festival, eben ein Frech- Frivoles- Filmfestival  für Kunst, Erotik und Satire.  
Freuen wir uns auf das 10. Frech-Frivole-Filmfestival 2019.

Dietamr "Diddi" Schürtz