Mittwoch, 17. Oktober 2012

LandesFilmFestival Herbst 2012 Jury komplett

 Klein-Hollywood in Weißensee

Bevor Weißensee zum Produktionsstandort verschiedener Filmfirmen wurde, hatte der Film schon durch mehrere "Kintopps" Einzug in den Bezirk erhalten. Mit der Expansion der Filmindustrie in Deutschland kam es zu Platzmangel in den kleinen Dachateliers der Berliner Innenstadt. Neue Räumlichkeiten mussten erschlossen werden, um die immer aufwendigeren Produktionen realisieren zu können. Während die Deutsche Bioskop- Gesellschaft mbH. 1911/12 ein Gelände in Nowawes, dem späteren Babelsberg erwarb, zog es die 1907 von Jules Greenbaum gegründete Deutsche Vitascope-Gesellschaft mbH. nach Weißensee. Erschwingliche Grundstückspreise und die Nähe zum Zentrum machten diesen Vorort zu einem attraktiven Standort. Im Herbst 1913 nahm die Vitascope in der Franz-Joseph-Straße (der heutigen Liebermannstr.) ihre Arbeit auf. 

In Weißensee entstanden riesige Kulissenwelten wie z.B. der Circus Maximus für die aufwendige Filmtrilogie "Veritas vincit" von Max Mack. Die OHG Decla- Filmgesellschaft Holz & Co, die es mittlerweile auch in die Franz-Joseph-Straße verschlagen hatte, war ebenfalls darauf aus, die Grenzen des Films zu erweitern. Der Produzent Erich Pommer vermochte es, die renommiertesten Filmschaffenden für die Decla zu gewinnen, so kam es auch, dass Fritz Lang 1919 hier seinen ersten Film "Halbblut" drehte. Eigentlich war er als Regisseur für die Verfilmung "Das Cabinet des Dr. Caligari" vorgesehen, eine Aufgabe die jedoch schließlich von seinem Kollegen Robert Wiene übernommen wurde. Für "Die Pest in Florenz" verwandelte sich das Grundstück der Decla in der Franz-Joseph-Straße 9 in den Marktplatz von Florenz, während die May-Film-Ateliers für "Das indische Grabmal" Tempel, Paläste und tropische Gärten errichten ließen.

Die Jahre 1928/ 29 stellten eine Zäsur für die gesamte deutsche Filmproduktion dar, was natürlich auch starken Einfluss auf den Standort Weißensee hatte. Obwohl die Filmproduktion in Weißensee angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Umstände ein schnelles Ende nahm, entstanden hier jedoch viele der wichtigsten Werke des frühen deutschen Kinos, die auch heute noch nicht in Vergessenheit geraten sind.
(Quelle:Caligari-Platz in Weißensee Brotfabrik Weißensee )

Wir halten die Tradition hoch!!! LandesFilmFestival der organisierten Filmautoren in Weißensee!



Für das am 03.11.2012 stattfindende LandesFilmFestival konnte die Mitarbeit von zwei dem Amateurfilm mehr als herzlich verbundenen Voll-Profis gewonnen werden. Hier im Einzelnen:

Renate Epperlein
Dramaturgin, Filmwissenschaftlerin und Dozentin
Renate Epperlein studierte Filmwissenschaften an der HFF Konrad Wolf. Sie war Dramaturgin beim DEFA-Studio für Spielfilme in Babelsberg und baute die Medienwerkstatt Potsdam auf. Bis 1996 lehrte sie Filmtheorie und Filmästhetik an der Universität Potsdam. Seither ist sie freiberuflich tätig, moderiert Filmgespräche, forscht und publiziert im filmhistorischen Bereich.


Gunther Scholz

Gunther Scholz hat an der Filmhochschule Babelsberg studiert und dort 1971 sein Regie-Diplom gemacht. Er hat zunächst freischaffend für Film, Fernsehen und Theater gearbeitet. Scholz hat ab 1978 in den DEFA-Studios bei Spielfilmen Regie geführt. Anschließend war der Filmemacher freischaffend als Autor und Regisseur für Fernsehspiele und Serien tätig. Heute realisiert Gunther Scholz hauptsächlich dokumentarische Filme für die öffentlich-rechtlichen Sender sowie für Sat.1 und RTL.
 
Andreas Lippitz, Mitglied im BDFA und der Videofilmer Senftenberg
Jurymitglied in internationalen und nationalen Wettbewerben, so u.a. beim „Internationalen Filmfestival „ZOOM- ZBLIŻENIA“ in Jelenia Góra (Hirschberg), beim „Festival der Nationen“ in Ebensee, beim „FiSH“ in Rostock.
Er ist Mitglied der Akademie des „GRAND OFF World Off Film Awards“ Warschau/Polen

 
Hans Hickisch, Mitglied im BDFA und der FiViA Berlin
Er begann seine "Karriere" 1959 beim Betriebsfilmstudio des VEB Entwicklungsbau Pirna in Sachsen. Fernstudium für "Leiter des künstlerischen Volksschaffens" in verschiedenen Stufen. Mit der Wende wurde er Mitglied der FiViA.
Jurymitarbeit bei unterschiedlichsten Wettbewerben.
Filmchronist von Köpenick




 


Rainer Hässelbarth, Mitglied im BDFA und des ars cinema berlin e.V.
Jurymitglied so u.a. bei den BundesFilmFestivals Reportage, Dokumentar- und Spielfilm, international diverse Festivals in Polen und der Tschechischen Republik sowie auch bei den LandesFilmfestivals Berlin/Brandenburg 



Dank an unseren Juryreferenten, Herrn Günter Fischer, für sein großes Engagement.

Auf Wiedersehen am 03.11. im Kino TONI in Berlin-Weißensee.
 



Montag, 8. Oktober 2012

Clubleiter-Sitzung des LV BB am 06.10.2012

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit einer ausgesprochen anspruchsvollen Tagesordnung wurde die Clubleiter-Zusammenkunft des Landesverbandes Berlin/Brandenburg eröffnet. Natürlich ging es auch um den neuen, nun Online-Meldebogen des BDFA. Die „normalen“ Startschwierigkeiten wurden intensiv diskutiert, manchmal auch der Datenschutz bemüht. Einige noch nicht beantwortete Fragen wie, was passiert, wenn kein Drucker installiert ist…? konnten auch nicht abschließend geklärt werden.
Ein weiteres Problem konnte ebenfalls nach intensiver Diskussion gelöst werden: Zuschuss des LV BB zu den Landes-Filmfestivals und dessen Verwendung. Hierzu war vom Vorstand ein umfangreiches Papier erarbeitet worden. Schließlich soll ja alles die Gemeinnützigkeit nicht gefährden. Im Ergebnis konnte nun Übereinstimmung zur Verwendung erzielt werden; alle waren zufrieden.

Dave Lojek informierte über die Tagung des BDFA in Jülich und gab auch den neuen Termin zur JHV des LV BB bekannt: 02.02.2013 um 11:00 Uhr im ELOK.

 
 
 
 
Sushma Gütter von der Filmgruppe „scharfen linse“ informierte über eine Sonderveranstaltung von casablancaberlin:



Am Samstag, 17.11.2012 von 10-17 Uhr in der Ahornstr. 24, Hof, in 12163 Berlin-Steglitz, unweit der großen Einkaufszentren der Schloßstr.

Für Gerätebestellungen der neuen Serie wird an diesem Tag ein Rabatt von 10% gewährt, Software kann 20% günstiger erworben werden. Sollte man also nutzen.

Termine für das LandesFilmFestival Frühjahr 2013: Geplant ist der 09. März 2013 im Kino TONI. Als Ausrichter hat sich der ars cinema berlin e.V. bereit erklärt. Bis zur Berlinale soll die geplante Digitalisierung des Kinos abgeschlossen sein. Sollte es hier Verzögerungen geben, muss kurzfristig anders entschieden werden. Vom Grunde wäre der ars cinema berlin e.V. auch bereit, den Herbstwettbewerb 2013 im TONI auszurichten.

Herr Möbis gab noch einen Überblick über den Mitgliederstand des Verbandes. Änderungen waren keine zu vermerken.

Zur Öffentlichkeitsarbeit gab Rainer Hässelbarth noch folgende Hinweise:

· Der Blog des LV BB wird doch recht häufig genutzt. Bisher konnten etwa 1400 Zugriffe vermerkt werden. Die Club, die eine Internetseite betreiben, können eine Verlinkung zum Blog auf ihre Homepage einstellen: http://filmverband.blogspot.de/ Selbstverständlich kann der Blog auch über Outlook bzw. Thunderbird genutzt werden. Ausführlich Anleitungen sind im Internet vorhanden.

· Filme –quasi die Leistungsschau unserer Mitglieder – sollten in vimeo in der Gruppe LV BB hochgeladen werden. Diese Plattform hat nicht so viel Unsinn wie bspw. YouTube. Im Einzelfall würde auch Rainer Hässelbarth das Hochladen übernehmen. Ziel ist ja aus der „unbekannten Ecke“ rauszukommen.

· Es wurde Kontakt mit den Anzeigen-Zeitungen aufgenommen, um die Sonderwettbewerbe und andere Aktivitäten einem breiteren Interessentenkreis zugänglich zu machen.

· Im Festival-Kalender Berlins (http://berliner-filmfestivals.de/) konnten die Sonderwettbewerbe untergebracht werden. Gleiches auch für die Newsletter des „Junge Filmszene im Bundesverband Jugend und Film e.V.“ (www.JungeFilmszene.de). Weitere Anstrengungen werden unternommen.

· Der Kontakt zu den Tageszeitungen ist äußerst schwierig. Aktivitäten werden ggf. bekannt gegeben. 






Zum Schluss wurden noch die Termine der nächsten Sonderwettbewerbe bekannt gegeben, doch dazu später.


Samstag, 6. Oktober 2012

Humor im Film - Wettbewerb in Tanvald/CR

Beim 44. HAF-Wettbewerb im nordböhmischen Tanvald konnten Film-Autoren aus unserem Landesverband auch Preise erringen.

Den Hauptpreis außerhalb aller Kategorien errang Dietmar Schürtz, FiViA Berlin, mit seinem Film "Nebenverdienst".












In der Kategorie "1-Minuten-Filme" konnten die beiden Mitglieder des ars cinema berlin, Wolfgang Becker und Rainer Hässelbarth, mit ihrem Film "Ausrede (Vorspeise)" den 1. Preis erringen. 

In der gleichen Kategorie wurde der Film "In die Kirche gehen" von Michael Franke von den Senftenberger mit einem 2. Preis ausgezeichnet.



Hier die Ergebnisübersicht:
HAF Tanvald
Herzlichen Glückwunsch

 








neuer elektronischer BDFA Film-Meldebogen


www.bdfa-db.de/asp/BDFA_Film.asp

Liebe Filmfreunde!

NUN ES IST SOWEIT! Der elektronische Filmmeldebogen ist ab Freitag 10.8.2012 aktiv. Die ebenfalls abrufbare Bedienungsanleitung unterstützt Sie durch alle Menübereiche und ist in Verbindung mit dem Filmmeldebogen ausdruckbar.

Der neue Meldebogen kann nur bis zu Punkt "Filmdaten speichern" getestet werden. Bitte beachten Sie unbedingt den deutlichen Hinweis! Nach einer Speicherung werden die eingegebenen Daten direkt zum Ausrichter des gewählten Wettbewerbs weitergeleitet. Ein Zurück ist dann nicht mehr möglich!

Der Film ist wie üblich mit dem unterschriebenen Meldebogen dem Ausrichter zuzusenden. Und noch eine Bitte an alle Filmklubs, Landesverbände oder Wettbewerbsausrichter: Bitte löschen Sie alle Links/Verknüpfungen die auf den alten Filmmeldebogen verweisen sofern noch nicht geschehen und geben Sie bitte auch keine weiteren alten Meldebögen in Papierform mehr aus.

Ich wünsche uns allen den erhofften Erfolg und bedanke mich an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei Adalbert Becker und Barabara Bernauer sowie allen Helfern für dieses tolle Ergebnis.

Klaus Piotrowski
Bundesverband Deutscher Film Autoren e.V. (BDFA)
Vizepräsident und Schatzmeister