Klein-Hollywood in Weißensee
Bevor Weißensee zum Produktionsstandort verschiedener Filmfirmen wurde, hatte der Film schon durch mehrere "Kintopps" Einzug in den Bezirk erhalten. Mit der Expansion der Filmindustrie in Deutschland kam es zu Platzmangel in den kleinen Dachateliers der Berliner Innenstadt. Neue Räumlichkeiten mussten erschlossen werden, um die immer aufwendigeren Produktionen realisieren zu können. Während die Deutsche Bioskop- Gesellschaft mbH. 1911/12 ein Gelände in Nowawes, dem späteren Babelsberg erwarb, zog es die 1907 von Jules Greenbaum gegründete Deutsche Vitascope-Gesellschaft mbH. nach Weißensee. Erschwingliche Grundstückspreise und die Nähe zum Zentrum machten diesen Vorort zu einem attraktiven Standort. Im Herbst 1913 nahm die Vitascope in der Franz-Joseph-Straße (der heutigen Liebermannstr.) ihre Arbeit auf.
In Weißensee entstanden riesige Kulissenwelten wie z.B. der Circus Maximus für die aufwendige Filmtrilogie "Veritas vincit" von Max Mack. Die OHG Decla- Filmgesellschaft Holz & Co, die es mittlerweile auch in die Franz-Joseph-Straße verschlagen hatte, war ebenfalls darauf aus, die Grenzen des Films zu erweitern. Der Produzent Erich Pommer vermochte es, die renommiertesten Filmschaffenden für die Decla zu gewinnen, so kam es auch, dass Fritz Lang 1919 hier seinen ersten Film "Halbblut" drehte. Eigentlich war er als Regisseur für die Verfilmung "Das Cabinet des Dr. Caligari" vorgesehen, eine Aufgabe die jedoch schließlich von seinem Kollegen Robert Wiene übernommen wurde. Für "Die Pest in Florenz" verwandelte sich das Grundstück der Decla in der Franz-Joseph-Straße 9 in den Marktplatz von Florenz, während die May-Film-Ateliers für "Das indische Grabmal" Tempel, Paläste und tropische Gärten errichten ließen.
Die Jahre 1928/ 29 stellten eine Zäsur für die gesamte deutsche Filmproduktion dar, was natürlich auch starken Einfluss auf den Standort Weißensee hatte. Obwohl die Filmproduktion in Weißensee angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Umstände ein schnelles Ende nahm, entstanden hier jedoch viele der wichtigsten Werke des frühen deutschen Kinos, die auch heute noch nicht in Vergessenheit geraten sind.
(Quelle:Caligari-Platz in Weißensee Brotfabrik Weißensee )
(Quelle:Caligari-Platz in Weißensee Brotfabrik Weißensee )
Wir halten die Tradition hoch!!! LandesFilmFestival der organisierten Filmautoren in Weißensee!
Für das am 03.11.2012 stattfindende LandesFilmFestival konnte die Mitarbeit von zwei dem Amateurfilm mehr als herzlich verbundenen Voll-Profis gewonnen werden. Hier im Einzelnen:
Jurymitglied in internationalen und nationalen Wettbewerben, so u.a. beim „Internationalen Filmfestival „ZOOM- ZBLIŻENIA“ in Jelenia Góra (Hirschberg), beim „Festival der Nationen“ in Ebensee, beim „FiSH“ in Rostock.
Er ist Mitglied der Akademie des „GRAND OFF World Off Film Awards“ Warschau/Polen
Hans Hickisch, Mitglied im BDFA und der FiViA Berlin
Er begann seine "Karriere" 1959 beim Betriebsfilmstudio des VEB Entwicklungsbau Pirna in Sachsen. Fernstudium für "Leiter des künstlerischen Volksschaffens" in verschiedenen Stufen. Mit der Wende wurde er Mitglied der FiViA.
Jurymitarbeit bei unterschiedlichsten Wettbewerben.
Filmchronist von Köpenick
Rainer Hässelbarth, Mitglied im BDFA und des ars cinema berlin e.V.
Jurymitglied so u.a. bei den BundesFilmFestivals Reportage, Dokumentar- und Spielfilm, international diverse Festivals in Polen und der Tschechischen Republik sowie auch bei den LandesFilmfestivals Berlin/Brandenburg
Dank an unseren Juryreferenten, Herrn Günter Fischer, für sein großes Engagement.
Auf Wiedersehen am 03.11. im Kino TONI in Berlin-Weißensee.




















