„Afrika in Senftenberg“
Das war das Rahmenprogramm der 4.
internationalen Kurzfilmtage in der 26.000 Einwohner zählenden Stadt.
Senftenberg befindet sich im
Süden des Bundeslands Brandenburg in der Grenzregion zu Sachsen. Die Stadt
liegt an der Schwarzen Elster und am Senftenberger See. Senftenberg bildet mit Hoyerswerda
den Kern des Lausitzer Seenlandes. Dabei handelt es sich um die künftig größte
künstliche Seenplatte Europas mit einer Gesamtausdehnung von Westen nach Osten
von ungefähr 80 Kilometern, von Norden nach Süden (je nach Abgrenzung) zwischen
32 und 40 Kilometern.
Im wunderschönen Ambiente des
Theaters „Neue Bühne“ flimmerten nun von Freitagabend bis Samstag die eingereichten
Beiträge auf der großen Leinwand den zahlreichen Zuschauern entgegen.
Matthias Schulz mit seiner
kleinen Mannschaft hatte für vorzügliche Vorführtechnik gesorgt und somit ein
brillantes Bild auf die Leinwand projiziert. Unter der gewohnt sicheren Moderation
des Festivaldirektors Michael Franke wurde der Führungswechsel bei den
Videofilmern Senftenberg im Bild (Film) auch für uns noch einmal dargestellt. Glücklich
der Club, der diesen Generationswechsel in der Führung vollziehen kann!
Ein junger Gitarrist aus Berlin
eröffnete dann am Samstag die Veranstaltung und brachte dann selbst komponierte
Werke zu Gehör. Ein wahrer Genuss und das von einem 16-Jährigen. Chapeau!
Afrikanisch war dann auch das
Rahmenprogramm. Der Gospelchor aus Senftenberg verführte uns mit seinen Liedern
in ein doch fast unbekanntes Land, nach Südafrika. Kirchliche und auch
weltliche Lieder erklangen und stimmten die Zuschauer in das Rahmenprogramm
ein, zumal auch das Catering im Foyer „afrikanisch“ ausgerichtet war.
| Gospelchor Senftenberg |
Den Samstagabend durften dann
zahlreiche Zuschauer auch aktiv werden und mit ungewohnten Instrumenten,
Pauken, Rasseln, und-was-weiß-ich-noch musizieren. Zeitweilig waren mehr
Akteure auf der kleinen Bühne als Zuhörer im Foyer. Eine „Mords-Gaudi“.
Am Sonntag hatte der Veranstalter
noch zu einer schönen Rundreise über den Senftenberger See eingeladen.
Die „Santa Barbara“ fuhr auch an dem neuen Kanal - offizielle Bezeichnung Überleiter 11 - vorbei, der den Sedlitzer mit dem Großräschener See verbinden soll und dabei die Bundesstraße 96 und den Fluß Schwarze Elster unterquert. Eine Schleuse ist eingebaut, um die unterschiedlichen Wasserstände von bis zu 2 Metern zu halten.
Die „Santa Barbara“ fuhr auch an dem neuen Kanal - offizielle Bezeichnung Überleiter 11 - vorbei, der den Sedlitzer mit dem Großräschener See verbinden soll und dabei die Bundesstraße 96 und den Fluß Schwarze Elster unterquert. Eine Schleuse ist eingebaut, um die unterschiedlichen Wasserstände von bis zu 2 Metern zu halten.
Eingeleitet durch
eine kurze Danksagung des neuen Clubchefs Jürgen Haase, feierlich mit einem
Glas Sekt, wurde dann die Siegerehrung vorgenommen.
Doch zurück zum Rahmenprogramm: „Faszination
Afrika“.
Aus 39 Einreichungen wurden von
einer Auswahlkommission 26 Filme für das Festivalprogramm bestimmt. Allen
Beiträgen konnte ein super-hohes Niveau bescheinigt werden. Fantastische
Bilder, exzellenter Ton, hervorragender Schnitt. Die Jury für diesen
Sonderwettbewerb, Monika Hašková aus Praha/Prag, Beata Dżon
aus Opole/Oppeln und Andreas Lippitz aus Berlin, der für den kurzfristig
absagenden Said Manafi aus Wien einsprang, hatte es besonders schwer, eine Reihenfolge
der Preisträger zu ermitteln.
Letztendlich wurden folgende Filme nominiert:
Letztendlich wurden folgende Filme nominiert:
Film Nr. 2 „Völker im Omo-Land“ von Doris von
Restorff
Film Nr. 4 „Gerewol“ von Heidulf Schulze
Film Nr. 8 „nero su bianco“ von Rolf Mandolesi
Film Nr. 13 „Harte Sitten“ von Heidulf Schulze
Film Nr. 14 „Begegnungen mit den Hamer“ von Cord
von Restorff
Film Nr. 17 „Nah an Afrika“ von Michael Preis
und in einer weiteren Juryrunde wurden
dann mit dem Senftenberger Findling prämiert:
in Gold „Völker im
Omo-Land“ von Doris von Restorff
in Silber „Gerewol“
von Heidulf Schulze
in Bronze „nero
su bianco“ von Rolf Mandolesi
Preis der Jury für den besonderen Film:
„Bei Anruf –
wild“ von Manfred Hennig
Preis des Veranstalters:
Auf Grund des gleichzeitig
laufenden Bundesfilmfestivals „Reisefilm“ und auch anderer waren viele Autoren
leider nicht anwesend. Schade eigentlich, doch der Veranstalter muss sich ja
nach freien Terminen des Theaters richten. Was bestimmt nicht immer sehr einfach
ist.
19. Deutscher Minutenwettbewerb
Immer wieder ein besonderes Seherlebnis, wenn diese Kurzweiler über die
Leinwand flimmern. Und auch immer wieder ein besonderes Merkerlebnis, wie
unterschiedlich das Publikum auf bestimmte Filme reagiert. Um es vorweg zu
nehmen, den „MinutenKunstPreis“ des Ausrichters erhielt „Im Handumdrehen“ von
Werner Henne aus Pfullingen. Der Inhalt sei nicht verraten, da die besten 8
Minutenfilme bei der DAFF in Seligenstadt laufen werden. Mal sehen, wie das Publikum
dort entscheidet.
Deutscher Minutenfilmmeister wurde der Titelverteidiger Jürgen Haase
von den Videofilmern Senftenberg mit dem Streifen: „Eine Bettgeschichte“. Etwas makaber,
kurz, knapp und überzeugend gespielt. Und auch „international verständlich“.
Den 2. Platz errangen Sigrid
und Hans-Werner Tzschichhold aus Berlin mit: „wireless fidelity“. Ein Generationsproblem am Beispiel der neuen
Kommunikationstechnik.
Den 3. Platz errangen:
„Urlaubsvorfreude“ Frank Lauter,
Schwäbisch Hall
„Ganz genau“ Michael Franke,
Großräschen
Und last but not least, den 4. Platz
belegten:
„Trautes Heim“ Jutta und Frank
Dietrich, Senftenberg
„Das habe ich mir gleich gedacht“
Frank Melchert, Brackenheim
„Drei Freunde“ Willibald Eizenhöfer,
Großostheim
„Im Handumdrehen“ Werner Henne,
Pfullingen
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Bemerkenswert ist doch, dass
unter den ersten 8 immerhin drei Beiträge der Videofilmer Senftenberg vertreten
waren. Sie sind wohl die Ein-Minuten-Spezialisten in Deutschland. Auch „Lausiwood“ war ein ansehenswerter
Kurzstreifen, jedoch allerdings auch nur für Eingeweihte, die die Filme der
Senftenberger kannten, erklärbar.
Allen Preisträgern und auch
denen, die nicht in die Endrunde kamen, herzlichen Dank für die bemerkenswerten
Filme. Und viel Glück bei der Auswahl
zur UNICA 2012 in Bulgarien.
Ein ganz großes Dankeschön den
Videofilmern Senftenberg. Es war ein perfekt organisiertes Festival.
RaHa





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