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Sonntag, 24. Mai 2020

in memoriam Erich Riess


Vom österreichischen Filmverband haben wir erfahren, dass



Erich Riess




nicht mehr lebt. Am 3. Mai 2020 ist er ganz plötzlich von uns gegangen. Wir stehen noch unter Schock, schließlich verließ uns ein sehr guter Freund und Helfer, ein Partner, ein großer Organisator von Filmfestivals, ein Filmemacher, ein Klubleiter, ein Juror, eine Frohnatur, ein eifriger Besucher auch der deutschen Wettbewerbe in Berlin und Senftenberg.



Mehr als seine 72 Lebensjahre hätten es werden müssen. Es stand für uns außer Frage, dass wir noch viele fröhliche Begegnungen haben werden. Nun ist es anders gekommen.



Wenn wir in unserer Filmszene an Österreich denken, fällt uns zuallererst Erich ein. Viele Jahre waren wir Besucher und Juroren auf „seinem“ Festival der Nationen in Ebensee. Der erste „West-Film“, der für den 4. Kurzen Achter in Senftenberg im November 1989 eingereicht wurde, kam von ihm.



30 Jahre lang, fast ein halbes Leben, haben wir uns jedes Mal auf ein erneutes Treffen gefreut. Nun fehlt ein bedeutsamer Mensch in unserem Leben.



Jutta und Frank Dietrich


Donnerstag, 7. November 2019

Landesfilmfestival Herbst 2019


Fast ein Jahr hat es gedauert, bis sich die Amateurfilmer Berlin / Brandenburg wieder zu einem Event – dem Landesfilmfestival Herbst 2019 – im Kino TONI treffen konnten. Für einige war 9:00 Uhr sehr zeitig, doch der Saal war gut mit 170 Besuchern gefüllt. Das Filmprogramm war sehr abwechslungs-reich und auch sehr interessant. Sicher, es waren 20 Filmbeiträge und einige mit einer Länge von 20 Min. und  länger. Ja, wie soll man das als Veranstalter alles händeln? Mit dem Kino TONI haben wir nachverhandelt, doch wir mussten 18 Uhr das Kino für nachfolgende Veranstaltungen frei machen. Wir haben die Pausen verkürzt und die Moderatorin Angela hat sich bei der Ansage der Filme auf das Wesentliche beschränkt. Dennoch waren ihre Beiträge liebevoll und informativ zu jedem Film.
Was macht man mit der Jury? Sie soll kurz und aussagekräftig in ihrer Einschätzung sein. Wenn die Zeit drängt, ist es schwer und somit war der eine oder andere Filmemacher enttäuscht, weil nicht ausgiebig über seinen Film gesprochen wurde. Wenn man mit der Einschätzung der Filme nicht immer mit jedem Jurymitglied einverstanden war, so ist es eben auch schwer, in einer kurzen Zeit intensiv auf jeden Film einzugehen. Wer sich natürlich eine andere Jury wünscht, sollte Vorschläge an den Organisator machen. Viele ehemalige Juroren wollen nicht mehr über Filme urteilen.
Wie soll es weiter gehen?
Nach meiner persönlichen Meinung war die Jury oftmals zu hart und manchmal zu kulant in ihrer Wertung. Es waren zu viele 3. Preise. Lieber hätte ich mir zwei 1. Preise und noch einen 2. Preis gewünscht. Die Filme hatten es sicher verdient, so meine persönliche Meinung. Aber Jury ist nun mal Jury. Somit wurden doch noch die wertvollsten Filme an die Ostinale nach Senftenberg gemeldet. Wünschen wir den Autoren Glück und Hoffnung auf die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival. Preise und Weitermeldung siehe gesonderte Tabelle.
Nächstes Jahr werden wir, die FiViA- Berlin, wieder das Herbstfestival organisieren. Gern darf es auch ein anderer Klub machen. Wir werden uns auf jeden Fall wieder alle Mühe geben, um das Landesfilmfestival Herbst 2020 zur Zufriedenheit aller zu organisieren. Wir freuen uns auf Eure neuen Filmproduktionen hier im Kino TONI zum Wettbewerb. Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter- und -innen des Kino TONI für die freundliche Unterstützung und die Pausenbetreuung. Danke auch den Sponsoren und Mitorganisatoren,“ars cinema“ und dem „Verein der Freunde Kino TONI“, sowie  der Mannschaft der FiViA- Berlin.

Herzlichst,
Dietmar Schürtz
1.Vorsitzender FiViA- Berlin


Mittwoch, 6. Februar 2019

Veranstaltung im Kino Arsenal

Im Berliner Kino "Arsenal" am Potsdamer Platz fand am 29.01. eine Somderveranstaltung statt. Dr. Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam stellte sein neues Buch "Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn" vor. Das Buch beschreibt den Amateurfilm in der DDR.
Die Ergebnisse dieser Amateurfilmtätigkeit waren oft angepasst, formulierten aber auch Kritik, hatten Witz oder eine gute Geschichte und nahmen nicht selten Randständiges in den Blick. Insofern ist der Amateurfilm in der DDR ein Brennglas der damaligen Gesellschaft: mit ihrer Kulturpolitik und Ökonomie, den Möglichkeiten von Kunstausübung sowie den Sehnsüchten nach Austausch mit Gleichgesinnten. Fallstudien widmen sich einzelnen Filmen und Gattungen sowie Phänomenen des Forschungsfeldes wie etwa der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit sowie den internationalen Kontakten.
Die beigelegte DVD enthält 16 Beispiele des DDR-Amateurfilms, die erstmals für eine breitere Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Filme repräsentieren wesentliche Themen und ästhetische Kategorien der Gattung. Alle Beispiele werden im Buch näher analysiert.
Vogestellt wurde auch an diesem Abend der Studioleiter des ehemaligen AmateurFilmClub ENERGIE, Rainer Hässelbarth. Der ars cinema berlin e.V. ist der Nachfolger des Betriebsfilmclubs.

Gezeigt wurden folgende Filme:
Teufel Alkohol - ein Arbeitsschutzfilm.


Beratungsmuster, 1975, AFC Bewag, Regie: Rainer Hässelbarth, nach einer Glosse von
Helmut Schellhardt, sw, Ton, 8’ (mit Vorspann „Clubvorstellung“, produziert vom Fernsehen
der DDR, Reihe „Amateurfilmkino“, vermutlich ungesendet, 2‘), digital von 16mm,
erster 16mm-Film des Studios
Sonderpreis beim Satirefilmfestival „HAF“ (Humor v amatérském filmu) Tanvald 1977

Augen 1977, AFC Bewag, Regie: Rainer Hässelbarth, Gerhard Krause, fa, Ton, 3’30’’, digital
von 16mm. Aufgeführt auf dem Festival XVIII. Brenenska Sestnactka (Brünner Sechzehner) Brno, 1977 - Lobende Anerkennung.



Der Schoß ist fruchtbar noch / Dve Sestry, 1983, AFC ENERGIE / Filmové Studio Odborový
Dum Kultury Pracujícich (Studio ODKP) Ústí nad Labem, Buch und Regie: Josef Hovorka,
Kamera: Rainer Hässelbarth, Darstellerin der zwei Schwestern: Simone Bölcke, sw, Ton,
8’30’’, digital von 16mm (Remastering: Videostudio EVIS Prostejov)
1. Preis Festival „Strekovská kamera“ Ústí nad Labem 1983; Teilnahme UNICA-Festival 1985
Mar del Plata, div. andere Preise.

Krupka – nur eine Stadt? / Krupka – pouze mesto, 1986, AFC ENERGIE / Studio ODKP Ústí
nad Labem, Regie: Rainer Hässelbarth, Produktion: Wolfgang Becker, Jürgen Tielebein, Buch:
Matthias Waldau, Ivo Renotière, Andreas Lippitz, Kamera: Ivo Renotière, Frank Urban,
Maske: M. Renotièrova, Ton: Karsten Dahms, Jörg Steppat, Hauptdarsteller/innen: Simone
Bölcke, Josef Hovorka, Štefan Olšák, Zdenek Patzenhauer, fa, Ton, 17’, 16mm
2. Preis und Diplom beim Festival „Strekovská kamera“ Ústí nad Labem 1987

Wer nicht hören will muss spülen, 1986, AFC ENERGIE, Regie: Jürgen Tielebein, Idee: Rainer
Hässelbarth, Kamera: Frank Urban, Andreas Lippitz, Schnitt: Jörg Steppat, Ton: Holger
Guhrsch, fa, Ton, ca. 8’, 16mm

Gasometer-Sprengung Berlin, Prenzlauer Berg (AvT), 1984, AFC ENERGIE, fa, stumm, ca. 3’,
digital von 16mm; in der DDR nicht veröffentlicht.

Ist der Ofen aus?, 1987/88, AFC ENERGIE, Regie: Rainer Hässelbarth, Sprecher: Hans-Georg
Thies, Beratung: Mathias Joachim Blochwitz, Dietmar Schürtz, weitere Gestalter/innen laut Vorspann: Ursula Buchheim, Karsten Dahms, Regina Liebs, Andreas Lippitz, Steffen Pick, Jörg Steppat, Jürgen Tielebein, Matthias Waldau, Hannelore Weyding, 16mm, fa, Ton, 14’ (Kurzversion),
digital von 16mm, Premiere: 27.4.1988, Kulturhaus der Energiearbeiter Berlin, Sonderpreis (Preis des Vorsitzenden des Bundesvorstandes des FDGB) beim 20. Zentralen DDR-Leistungsvergleich für Amateurfilme Wernigerode 1988; Teilnahme UNICA-Festival 1989 Baden-Baden

Wer mehr über den Amateurfilm in der DDR wissen möchte, dem kann ich nur empfehlen, dieses Buch zu kaufen.

Die Veranstaltung war ausverkauft. Einige Besucher mussten sogar abgewiesen werden.


FilmDokument ist eine Veranstaltungsreihe von CineGraph Babelsberg, dem Zeughauskino und dem Kino Arsenal Berlin / Dank an Rainer Hässelbarth / Redaktion des Programmblattes: Ralf Forster / www.filmblatt.de


RaHa

Montag, 8. Oktober 2018

Humor im Amateurfilm 50 Jahre HAF Tanvald

HAF, HAF, so bellen tschechische Hunde, wurde mir gesagt.
HAF, das bedeutet aber auch Humor im AmateurFilm.

Willkommen beim 50. Internationalen Festival HAF 2018

Der Wettbewerb präsentiert Amateur- und  nichtkommerzielle Filme und dient der Unterstützung der Amateurfilmproduktion in der Tschechischen Republik und im Ausland.
"Ich freue mich sehr, dass Tanvald seit langem erfolgreich traditionelle Kulturveranstaltungen betreut. Dieser internationale Filmwettbewerb, dessen 50. Auflage wir heute starten, hat seine kulturelle und soziale Bedeutung weit über die Grenzen unserer Region hinaus. Ich wünsche Ihnen allen viele schöne und humorvolle Erlebnisse", sagte Herr Mgr. Antonín Bělonožník, stellvertretender Bürgermeister der Stadt und Direktor des Wettbewerbs.

 


Im wunderschönen Kino Tanvald wurden auf grosser Leinwand die Filme gezeigt.










Die Preisträger

Hauptwettbewerb HAF 2018:
Preis der Stadt Tanvald:
 

KURRIKULUM, VÍTE? Jiří Dittmann, Dominik Zbořil
2. Preis: OBCHODNÍ ŘEŠENÍ Denis Kučera
3. Preis: VERBORGENE ORTE ( SKRYTÁ MÍSTA ) Armin Andreas, Klaus Jürgen Breetz 


Minutenfilme:
1. Preis: SUSEDSKÁ VÝPOMOC Ján Kuska
2. Preis: MINUTA JE NA FILM MÁLO Martin Klaban
3. Preis: WUNDERLAND BEI NACHT ( KOUZELNÁ ZEMĚ V NOCI )
Frank Dietrich, Matthias Schulz


PARODIE AUF WERBUNG:
1. Preis: ŠPUB - TO POČKÁ Zbyněk Lola
2. Preis: FARBENSPIEL ( HRA BAREV ) Frank Dietrich, Manfred Hennig
3. Preis: HON Bohumír Novák 



Das Programm wurde auch in Deutsch vorgetragen, Dank an unsere sprachgewandte Monika Haskova.

Hier noch ein paar (bildliche) Impressionen.















Bei der abendlichen Festveranstaltung bedankten sich die drei anwesenden deutschen Clubs, ars cinema berlin, FiViA Berlin und die Videofilmer Senftenberg, für das jahrzehntelange Engagement der Stadtverwaltung Tanvald.




Fotos: Rainer Hässelbarth

RaHa

Donnerstag, 29. März 2018

LandesFilmFestival Berlin/Brandenburg „Herbst“ 2018

Aufruf LandesFilmFestival Berlin/Brandenburg „Herbst“ 2018

Liebe Selberfilmemacher, das LandesFilmFestival Berlin/Brandenburg ist in der Datenbank freigeschaltet worden. Es können ab sofort Filme eingetragen werden.

Veranstalter ist der BDFA e.V. und der Landesverband Berlin/Brandenburg.
Ein Team vom ars cinema berlin e.V., Film- und Video-Autoren Berlin (FiViA) und "Scharfe Linsen" in Zusammen arbeit mit dem Verein der Freunde des `Kino Toni`e.V. und den Betreibern des Kino Toni wird das Landesfilmfestival ausrichten.


Termin:                              10.11.2018
Ort:                                     Kino Toni, Antonplatz 1, 13086 Berlin
Beginn:                              10:00 Uhr
Freischaltung der Datenbank zur Einreichung:    28.03.2018
Eingabe der Filme:           ab 28.03.2018

 
Dateitauschsysteme möglich? Ja
WeTransfer, Google Drive, Dropbox oder äquivalente datenträgerlose online
 
Mailadresse für die Download-Links:                     raha@kabelmail.de

Adresse für Filmmeldebögen, DVDs, etc.              ars cinema berlin e.V.
                                                                               c/o Frau Beate Müller
                                                                               Pistoriusstr. 31, 13086 Berlin

Einsendeschluss:              20.10.2018

Besonderheiten:              
Aus Archivierungsgründen wird empfohlen, die Kategorienbezeichnung mit Klammervermerk in der Inhaltsangabe des elektronischen Filmmeldebogens um eine genauere spezifizierte Bezeichnung in Kurzform zu ergänzen:
·        Animationsfilm (Ani),
·        Dokumentarfilm (Dok),
·        Experimentalfilm (Exp),
·        Familienfilm (Fam),
·        Kamerafilm (Kam),
·        Lokalchronik (Lok),
·        Reisefilm (Rei),
·        Reportage (Rep),
·        Spielfilm (Spi),
·        Unterrichtsfilm (Unt),
·        Videoclip (Vid),
·        Naturfilm (Nat)
Länge der Wettbewerbsfilme: Die Länge der eingereichten Wettbewerbsfilme soll maximal 20 Minuten betragen. Überschreitungen müssen in einer Anlage zum elektronischen Filmmeldebogen begründet werden.
Die Jury des weitermeldenden Wettbewerbs des Wettbewerbsbereichs prüft die Berechtigung der Überlänge.


Technische Daten
·        SD-Filme im Format 4:3 oder 16:9, Auflösung: 720x576 Pixel; Format: MPEG2, Bildrate: 25 fps oder 50 fps
·        HD-Filme im Format 16:9, Auflösung: 1920 x 1080 Pixel oder bei HDV 1440 x 1080 Pixel, Format: MPG2, MPEG4, Bildrate: 25 fps oder 50 fps
·        variable Bitrate bei HD: 10 – 30 Mbit/s (2-pass encoding), je nach Erfordernis, bitte Dateigrößen überschaubar halten!
·        Cinemascope 2,39:1 = 2048 × 858 p (2K) oder 1920 x 804 p (Full HD)
  • DCP (Digital Cinema Package, kinotauglich in allen zulässigen Bildgrößen und Formaten)
·        Datenträger für alle Filme: Daten-DVD (keine Menü-DVD!) bis 4,7 GB Dateigröße oder USB-Stick. Datenträger müssen bei Versand der Wettbewerbsfilme auf Datenträgern eindeutig mit Namen des Autors und Filmtitel gekennzeichnet werden, bei elektronischem Transfer sind der Autorenname und die Filmdaten im Datensatz oder in einer Begleitmitteilung mitzuliefern.

Andere, nicht aufgeführte Formate, Datenträger und Transfermöglichkeiten müssen unbedingt vor Absendung mit dem Ausrichter besprochen und geklärt werden!


Juryregelungen
Grundvoraussetzungen:
·        Eine ungerade Anzahl an Juroren, um Mehrheitsverhältnisse entstehen zu lassen
·        Ein Juror darf nicht in dem Wettbewerb, in dem er als Juror aktiv ist, an der Herstellung eines Wettbewerbsfilms beteiligt sein.
·        Die Mehrheit der Mitglieder einer Jury müssen BDFA-Mitglieder sein.
·        Die offiziellen Diskussionen und die offizielle Preisabstimmung finden öffentlich statt. Die Besprechung und Bewertung der Filme erfolgt nur aus qualitativen Gesichtspunkten, wobei der
o   Gehalt (Inhalt, Story, Vorlage),
o   die Gestaltung (die Umsetzung des Themas mit filmischen Mitteln),
o   der Unterhaltungswert (die Fähigkeit des Films, den Zuschauer zu erreichen) und die
o   Technik als wesentliche Elemente u. a. zu berücksichtigen sind.

Die Jury stimmt in zwei Durchgängen über die Preise ab. Alle fünf Juroren müssen abstimmen. Der Juryleiter ist nicht stimmberechtigt und leitet die Abstimmung.
Im ersten Durchgang wird jeder Film auf einen 3. Preis- und gegebenenfalls einen 2. Preis abgefragt. Es gilt ausschließlich die qualifizierte Mehrheit, das heißt, bei 5 Juroren müssen vier mit „Ja“ stimmen. Filme, die bei der Abfrage einen 2. Preis erhalten, werden automatisch in die Abstimmung über einen 1. Preis aufgenommen. Erhält er anschließend wieder mindestens vier Stimmen, wird der Film mit einem 1. Preis ausgezeichnet.

Ansprechpartner: Rainer Hässelbarth
                             ars cinema berlin e.V.


RaHa