Samstag, 5. September 2026

WÖFF und Rainer Hässelbarth Retrospektive 16. September 18 Uhr im Kino Toni

Nach dem großen Erfolg unseres ersten Gedenkprogramms für Rainer Hässelbarth am 1. September stellte Diddi auch für den 16. September ein wunderbares Kinoprogramm zusammen.

Karten für Mi. 16. September um 18 Uhr im Kino Toni sollten man sich rechtzeitig reservieren! 

Hier die Titel und Standbilder:

Dank an das Kino Toni und den Freundesverein, ars cinema, mittenmang, Dave Lojek, Dietmar Schürtz und alle Regisseure.

Mittwoch, 19. August 2026

Kurzfilmprogramm im Kino Toni am 1. September um 18 Uhr

In Gedenken an die von Rainer Hässelbarth und seinen Filmclubs über Jahrzehnte ausgerichteten Festivals, zeigen wir am 1. September eine Auswahl von bemerkenswerten Kurzfilmen im Kino Toni am Antonplatz um 18 Uhr. Sie hätten Rainer sicher gefallen. 

Freikarten bitte HIER vorbestellen! 

Einige Regisseure und Filmteams besuchen uns in Weißensee zu dieser besonderen Vorführung. Alle Mitglieder, Wegbegleiter und Filmfreunde sind herzlich eingeladen, über diese Filme und Rainers Lebenswerk zu sinnieren und seine Traditionen der künstlerischen Völkerfreundschaft fortzuführen.

Der Eintritt ist frei. Wir danken dem Verein der Freunde des Kino Toni, den Technikern und dem Personal vor Ort, diese Filmschau so kurzfristig zu ermöglichen. 

Rainer verstarb im Juli, bevor er selbst eine Programm zur Retrospektive des West-Östlichen Filmfestivals kuratieren konnte (siehe Nachruf). Also sprang unser Landesverbandspräsident Dave Lojek spontan ein, der die Vorführung moderieren wird. Er mischte die Themen und Stile der internationalen Beiträge aus Fiktion, Experimenten und Animation.

Am 15. oder 16. September präsentieren wir ein weiteres Programm, das Dietmar Schürtz kuratiert. Die Vorführungen stehen auch im Programmheft des Weißenseer Kultursommers

 
 

In memory of the festivals organized over decades by Rainer Hässelbarth and his film clubs, we are screening a selection of remarkable short films at the Kino Toni at Antonplatz on September 1st at 6:00 PM. Rainer would certainly have enjoyed them.

Kindly book your free ticket HERE!


Several directors and film crews will be joining us in Weißensee for this special screening. All members, long-time associates, and film enthusiasts are cordially invited to reflect on these films and Rainer’s life’s work, and to carry on his tradition of fostering international friendship through art.

Admission is free. We thank the Association of Friends of Kino Toni, as well as the technicians and on-site staff, for making this showcase possible on such short notice.

Rainer passed away in July before he could curate a retrospective program for the West-East Film Festival himself (see obituary). Consequently, our state association president, Dave Lojek, stepped in spontaneously and will moderate the screening. He has curated a mix of themes and styles featuring international entries spanning fiction, experimental film, and animation.

On September 15th or 16th, we will present another program curated by Dietmar Schürtz. These screenings are also listed in the Weißensee Summer of Culture program booklet.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Rainer Hässelbarth


Einer von uns

                


Mit Rainer Hässelbarth ist nach langer Krankheit ein guter Freund und unermüdlicher Macher unseres BDFA am 6. Juli 2026, kurz nach seinem 84. Geburtstag, von uns gegangen. Dieser Verlust schmerzt uns sehr.

Rainers aktive Rolle in der Filmergemeinschaft begann mit der Gründung des Amateurfilmclubs AFC Bewag 1972 in Berlin, der sich 1978 zum AFC Energie umbenannte. Der erste Film „Was wäre, wenn…“, gedreht auf Super 8, zeigte die Vision eines stromlosen Berlins. Ab 1976, der Betrieb hatte die 16-mm-Technik spendiert, entstanden 59 Dokumentar- und satirische Kurzfilme bis zum Ende der DDR.

Einer der erfolgreichsten Filme und typisch für das Wirken des Clubs war: „Ist der Ofen aus?“, der in besonderer Weise die menschliche Seite der Stilllegung der letzten Gaskokerei erfasste. Der 1982 entstandene Film lief auf der UNICA 1989 in Baden-Baden und beim Südwestdeutschen Rundfunk.

Rainer hat mit mir 1988 die Amateurfilmwende in der DDR angeschoben. Wir wollten mit anderen Clubleitern die festgefahrenen Strukturen aufbrechen, was dann am 31.  März 1990 mit dem selbstbestimmten Verband „Bund der Film- und Videoamateure der DDR“ gelang. Ein Jahr später erfolgte der Zusammenschluss mit dem BDFA. 

Bei der Neuwahl des BDFA-Vorstandes 1991 in Bad Hersfeld wurde Rainer Hässelbarth als 2. Vorsitzender des Bundesverbandes gewählt und konnte in den ersten gemeinsamen Jahren seine „Ost-Erfahrungen“ einbringen.

In Erinnerung wird Rainers Wirken mit tschechischen Filmfreunden bleiben, die über viele Jahre gemeinsam Filme schufen und eng verbunden waren. Seine seit 1974 bestehenden Beziehungen zum Filmstudio Usti nad Labem (Aussig) zeitigten ein beachtliches Filmergebnis: „Wir müssen laut schreien“, war eine sensible Dokumentation über ein Massaker an Deutschen während ihrer Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg.

Maßgeblich inspiriert und organisiert durch Rainer Hässelbarth startete der Club als „ars cinema berlin e.V.“ 1995 ein Kurzfilmfestival unter dem Motto „Ein Fenster zum Osten – Nachbarn bei Freunden“, ab 2005 mit UNICA-Flair als internationales „Berliner Film Fenster – Grenzenlos“. In 23 Jahren gelang es ihm, Kontakte zwischen Ost und West in Europa zu knüpfen und zu festigen.

Nicht zu vergessen ist Rainers Unterstützung zur Rettung des über 100jährigen Kinos „Toni“ in Berlin, dem Veranstaltungsort unserer Filmfestivals. 2006 gründete er den „Verein der Freunde des Kinos Toni e.V.“, dessen Vorsitzender er 15 Jahre lang war.

Rainer war ein unermüdlicher Gestalter und Organisator unseres Verbandes, Kumpel und immer für uns da. Wir werden ihn sehr vermissen.

Dr. Frank Dietrich

 

 

Erinnerungen an das "West-Östliche Filmfestival 2016", festgehalten von der Redaktion "mittenmang

 


 












Freitag, 22. Mai 2026

Bilanz nach den Bundesfilmfestivals 2026


Mit großen Erwartungen starteten 9 Filme von Filmemachern aus unserem Landesverband Berlin/Brandenburg auf den BFF´s 2026. 

Im Blog von Dietmar (Diddi) Schürtz und Klaus Schlemmel vom 01.05.2026 gab es bereits zeitnah eine erste Reaktion.

Hans-Werner Kreidner hat uns nun eine Übersicht zugeschickt:


Medaillenspiegel 

GOLD und Publikumspreis: 

Der Schlossherr von Lilllliput / Doku von Manfred Hennig

SILBER: 

Speak / Spielfilm von Egzona Fetahaj 

BRONZE: 

Der Hammer im Lauch / Doku von Frank Dietrich 

Mehr als nur ein Hobby / Musikvideo von Odysseas Johannes Hlepas


Für die DAFF 2026 in Karlsruhe sind qualifiziert: 

DOKU: Der Schlossherr von Lilllliput / Manfred Hennig

JUNGER FILM: Speak / Egzona Fetahaj 


  Wir wünschen beiden Autoren aus unserem Landesverband viel Erfolg!


                                                                         2026 BFF DOKU in Harsefeld


Samstag, 2. Mai 2026

Senftenberger Kurzfilmtag / 33. Deutscher Minutenwettbewerb

 

                                                                        Fotos: Hans-Werner Kreidner


Uschi Wicke aus Berlin schickte uns einen Leserbrief


Senftenberger Kurzfilmtag 2026

33. Deutscher Minutenwettbewerb und Best of OSTINALE 2025


Mit einem „Herzlich Willkommen in der See- und Filmstadt“ begrüßte uns Frank Dietrich, Klubleiter der Senftenberger Videofilmer, am 25. April 2026 zum Kurzfilmtag.

Wie seit vielen Jahren war der Saal des Theaters „neue Bühne“ auch in diesem Jahr mit Filmfreunden aus nah und fern gut gefüllt. 

Nachdem der Intendant des Theaters, Daniel Ris, ebenfalls alle Gäste im Saal herzlich begrüßte, folgte die erste Überraschung.

Unter dem Dirigat von Heidi Gork, die 18 Jahre Mitglied des Theaterensembles war, sangen wir gemeinsam „Alle Vögel sind schon da“ mit allen drei Strophen und begrüßten so den Frühling.

In einem sehr gelungenen Film aus dem Jahr 2011 erhielten wir einen guten Einblick in das Klubleben der Senftenberger. Aus 81 Filmen des Klubs montierte Manfred Hennig eine fiktive Geschichte mit dem Titel „Der weite Weg nach Hollywood“.

Die weitere Moderation übernahm in gewohnter charmanter Weise Michael Franke. Für die Vorrunde des Minutenwettbewerbes hatten am Vorabend die bereits angereisten Filmfreunde die Projektionsfolge der 42 Minutenfilme ausgelost.

4300 Kreuze auf den Bewertungsbögen mussten ausgezählt werden.

Für das Finale qualifizierten sich:

01. „Ein guter Fang“, VFS-Filmzirkel Dresden e. V.

02. „Umfrage“, Michael Franke, Videofilmer Senftenberg e. V.

03. „nicht verhört“, Bernd Burger, Münchner Film- und Videoclub, Alling

04. „Durchblick“, Karl-Heinz Schmidt, Bad Friedrichshall

05. „Hexenschuss“, Filmclub Objektiv Mönchengladbach e. V.

06. „Donnerwetter!!!“, Werner Gölzer, AFW-Blieskastel

07. „Isch bin Wooge“, Dieter Scholz, Moviebande Donauwörth

08. „tu-tu-tu“, Frank Dietrich, Videofilmer Senftenberg e. V.

09. „Der Kaiserin neue Kleider“, Udo Heuberger, Videofilmer Senftenberg e. V.

10. „Der Tausch“, Ronald Fleischer, Filmthuer e.V.

11. „KATOPTRIK“, Egzona, Dave Lojek, Berlin

12. „“Hammermäßig“, Frank Dietrich, Videofilmer Senftenberg e. V.

13. „Geld spielt keine Rolle“, VFS-Filmzirkel Dresden e. V.

14. „Operation Snack“, Dieter Scholz, Donauwörth

15. „Tatörtchen“, Anne Dolling, Marcus Napieralla, Rostock

16. „Zugverspätung“, Erich Heucke, Grafing



Michael Franke (Silber) und Ronald Fleischer (Gold) 

bei der Medaillenübergabe durch Frank Dietrich


Das Publikum entschied im Finale durch Handzeichen den Sieger:

Bronze: „Donnerwetter“ von Werner Gölzer und „Zugverspätung“ von Erich Heucke

Silber: „Umfrage“ von Michael Franke

Gold: „Der Tausch“ von Ronald Fleischer

Neben den Medaillengewinnern gehen weitere vier Filme zu den DAFF 2026:

„Durchblick“, „tu-tu-tu“, „Hammermäßig“ und „Operation Snack“




Die Moderatoren des Filmblocks "Best of OSTINALE 2025"

Manfred Hennig und Frank Dietrich im Gespräch mit Marcus Napieralla aus Rostock


Im Filmblock „Best of OSTINALE 2025“ wurden acht Spitzenfilme gezeigt. Eine gute Idee war, nicht nur mit den anwesenden Autoren zu sprechen, sondern auch Protagonisten zum Gespräch einzuladen. So lernten wir die Bergleute des Dokumentarfilms „Glück auf, Louise“ in ihrer Festkleidung kennen.

Zum Abschluss des Tages war der Auftritt von „Elvis“ genau das Richtige für uns. Vielen Dank an die Videofilmer Senftenberg.                          

Uschi Wicke
















Freitag, 1. Mai 2026

Drei anonyme Filmemacher reisen zum Bundesfilmfestival nach Castrop-Rauxel

Drei anonyme Filmemacher reisen zum Bundesfilmfestival nach Castrop-Rauxel

Drei Einzelmitglieder des BDFA, Sigrid Tzschichhold, Klaus Schlemmel und Dietmar Schürtz, waren mit ihren Filmen „…und Bitte“, „Museumspark- Rüdersdorf“ und „Bis ans Ende der Welt“ beim Landesfilmfestival Berlin/Brandenburg erfolgreich gestartet. Die Jury hatte sie mit 2. und 3. Plätzen ausgelobt. Es gab eine Weitermeldung zur Ostinale, einem Wettbewerb, auf dem Filme aus der Region Ost sich nach der Entscheidung der Jury  zu einem Bundesfilmfestival qualifizieren können. Also die nächsthöhere Veranstaltung, das Bundesfilmfestival Doku. Wir waren dabei, wurden positiv mit unseren Filmen bewertet. Diese nächste Veranstaltung, das Bundesfilmfestival Dokfilm war in Castrop-Rauxel. Mit den Gedanken der Wertschätzung für unsere Filme reisten wir drei Filmautoren mit unseren Filmen im geistigen Gepäck an. Die Teilnahme an einem Bundesfilmwettbewerb ist ohnehin schon ein großer Erfolg, denn alle dort gezeigten Beiträge konnten bereits bei anderen Landesfilmwettbewerben der einzelnen Regionen Deutschlands überzeugen und wertgeschätzt werden. 
Als wir in Castrop-Rauxel ankamen und das Hotel aufsuchten, waren wir voller Erwartung, an einem Bundesfilmfestival des BDFA teilzunehmen. Freundlich wurden wir von zwei Damen des Dortmunder Filmklubs begrüßt und bekamen unsere Autoren-Umhänger. Der Weg zum Veranstaltungssaal war eine steile nicht enden wollende Treppe. War das schon die Treppe zum Erfolg? Für gehbehinderte Personen eine Herausforderung. Oben angekommen, war es doch sehr anonym und gediegen. Wir wussten nicht so recht, sind wir hier richtig? Denn plötzlich nannte sich das Festival „Kurzfilmfestival“ was uns verwunderte. Nach einer Nachfrage, ob es hier richtig sei, denn wir waren immer noch auf „Bundesfilmfestival/Wettbewerb“ eingestimmt, sagte man uns von einem Klubmitglied des Dortmunder Filmklubs, wir nennen das immer so. Mit dem Namen Bundesfilmfestival kann hier keiner etwas anfangen und es werden ja auch nur Kurzfilme gezeigt. 

500 min. Filmprogramm voller Kreativität an zwei Tagen warteten auf uns und wurden auch in einer guten Vorführqualität gezeigt. 

Etwas anonym wurden die einzelnen Filmblöcke abgespielt. Es wurden keine Autoren vorgestellt, wenigstens mal abgefragt – ist der Autor anwesend? 

Also blieben wir ein „Anonymus“ im Gewimmel der Zuschauer. Schade.

Filme zu gestalten ist für viele von uns weit mehr als ein Hobby – es ist Leidenschaft. Und ebenso intensiv ist auch das gemeinsame Erleben im Kinosaal. Film soll verbinden, hier und da mal ein kurzes Gespräch, aber die Zeit war auch kurz. Einige Filmfreunde kannten wir von anderen Festivals. Zum Glück hatten wir Gesprächsstoff zum gemeinsamen Abschlussabend. Ach, ihr seid Berliner – Ost oder West, aber das war für uns nebensächlich. Hektisch wurde gegessen, das Geschirr abgeräumt, abkassiert und der Bon vom Kellner zerknüllt und eingesteckt. Also keine Kontrolle über das am Abend bestellte. 

Die Jurygespräche zu den einzelnen Filmen waren subjektiv. Jeder in der Jury bewertet die Filme wie er sie gesehen hat, wie sie auf ihn gewirkt haben und was ihn begeistert oder nicht angesprochen hat. Das kennen wir ja von anderen Jurys. Schade, dass unsere Filme gar keinen Juror erwärmen oder begeistern konnten. Waren wir wirklich nur ein „Anonymus“ des Kurzfilmfestivals in Castrop-Rauxel? 
Lange haben wir auf der Heimreise nach Berlin über das Kurzfilmfestival / Bundesfilmfestival gesprochen. 

Ein Blick auf unsere Teilnehmerurkunden gab uns Kraft für einen Neuanfang mit unserem Hobby Film.

Dietmar (Diddi) Schürtz 

 

 PS: Betreff Dietmar Schürtz und den Artikel in "Film & Video"
„Kein Wort – und doch ein Kapitel“                                                    
Kurzfilmwettbewerb (24.–26.04.) – ein schönes Wiedersehen. Man kennt sich, man umarmt sich, alles herzlich wie immer.
Sigrid Tzschichhold zeigte einen Beitrag von Diddi Schürtz – mit dem Titel: „Und .. bitte“.
Und da kam mir – ganz ohne Ironie – ein Gedanke: 60 Jahre Filmemachen sind keine Fußnote. Das ist ein ganzes Kapitel. Eigentlich sogar mehrere.
Dass dazu kein Wort fiel, war … sagen wir: eine verpasste Szene. Vielleicht ein kleiner Schnittfehler im Ablauf – oder der Regisseur hatte gerade Kaffeepause. 😉


Als Sportler weiß ich: Anerkennung kostet nichts, wirkt aber Wunder. Oder im Bild gesprochen – sie ist das Luftkissen, das selbst harte Landungen deutlich angenehmer macht.
In diesem Sinne: Applaus darf ruhig auch mal ungeplant einsetzen. Der Moment hätte es verdient. 👏

Klaus Schlemmel