40 Eulenspiegeleien -
was kann man da nicht alles sagen oder schreiben.
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| 40. EULE |
Vielleicht, dass das
Filmfestival für Humor & Satire vor allem ein Treffen der Lebensfreude
Gleichgesinnter war. Man reiste mit hohen Erwartungen an und fühlte sich als
Teil einer großen Familie. Eigentlich erstaunlich, denn im Kern war die „Eule“
ein Wettbewerb und es ging um Bewertungspunkte und Preise. Aber alle Autoren
einte die Absicht, ohne kommerzielle Ambitionen mit Ironie, Augenzwinkern,
unerwarteten Gags oder auch mal politisch bissig Alltagsthemen oder
gesellschaftliche Aspekte filmisch umzusetzen. Mit Spannung wurde die Reaktion
des Publikums und die Einschätzung der Jury erwartet. In den Pausen gab es viel
lobendes Schulterklopfen, gemeinsames Nachlachen oder auch Kritik und mitunter
auch den Gedanken: Das hätte ich besser hingekriegt. Warum kam mir nur nicht
die zündende Idee? Mit vielfältigen Eindrücken aus kulturellem Rahmenprogramm,
Filmwettbewerb, Faschingsfilmball und touristischen Leckerbissen fuhren die
Teilnehmer nach drei tollen Tagen wieder nach Hause. Oft war auch der Ansatz
eines neuen Filmprojekts mit im Gepäck.
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| im Saal |
Trotz gesellschaftlicher
Erschütterungen und staatlichen Veränderungen war dem Filmfestival immer ein
friedliches Umfeld vergönnt. Aufgewachsen im damals abgeschirmten Osten
mauserte sich die Eule in den neunziger Jahren zum gesamtdeutschen
Sonderfestival des BDFA und wurde international. Stolz bezeichneten die
FiViAner ihren Verein als “Club, der die Eule macht“. Und so war das auch. Alle
Mitglieder standen nicht nur geschlossen hinter dem Festival, sondern setzten
es Jahr für Jahr mit enormem Teamgeist in die Tat um.
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| Fam. Tzschichhold |
Der Geist ist noch
immer da, aber die Kräfte zur Umsetzung schwinden. Mit einem Durchschnittsalter
der noch lebenden Eulenmacher von 75 Jahren besitzt die FiViA zwar bundesweit
kein Filmclub- Alleinstellungsmerkmal, wohl aber mit der Anzahl der in diesem
Jahrhundert bisher organisierten Filmfestivals. Kurzum - ehe der Sensenmann die
Eule kassiert, erklären wir hier schweren Herzens: Aus den genannten Gründen
und vielen weiteren ungenannten ist es uns leider nicht mehr möglich, ein
Filmfestival vom Format der Eulenspiegeleien zu stemmen. Diese realistische
Einschätzung sind wir auch unserem treuen Publikum schuldig, dessen Besucherzahl
in den vergangenen Jahren gleichauf mit denen der deutschen Filmfestspiele lag.
Wir können die 40. Eulenspiegeleien nicht mehr toppen!
Vielen herzlichen Dank
allen Eulenfreunden, deren Filme wir zeigen durften oder die uns besuchten und
das notwendige Sitzfleisch mit in den Vorführsaal brachten, sagen
stellvertretend fürs ganze Eulenteam
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| Dr. Ralf Köthnig - der "Chef" |
Hans-Werner Tzschichhold
Sigrid Tzschichhold
Ralf Köthnig
Bis neulich …