Posts mit dem Label Dr. Sigrid Tzschichhold werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dr. Sigrid Tzschichhold werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. April 2026

Bundesfilmfestival DOKU in Castrop-Rauxel

Aus unserem Landesverband qualifizierten sich drei Produzenten für das dokumentarische Bundesfilmfestival in Castrop-Rauxel vom 24. - 26. April: https://www.bdfa.de/bffcr

 "Und … bitte!" von Sigrid Tzschichhold (Portrait unseres fleißigen Filmemachers Diddi)
 


"Bis ans Ende der Welt" Eine Reise nach Südafrika von Dietmar Schürtz 

"Museumspark Rüdersdorf" von Klaus Schlemmel


Das ganze Programm: https://bundesfilmfestival-do.jimdofree.com/filmprogramm-26/

Donnerstag, 25. August 2016

Nein, nein, nein! Zum Abgesang der "EULE"


So öffentlich stillschweigend kann das Humor- und Satirefilmfest „Eulenspiegeleien“ 
nicht verabschiedet werden!

Darum jauchzet, frohlocket!

Hier geht nicht ein Filmfestival unter, sondern es ist dankbar an 40 fröhliche und satirische Wochenenden zu denken, die für besonders angenehme Tage unseres Lebens gesorgt haben. 

An erster Stelle Dank an Sigrid und Hans-Werner Tzschichhold, die seit 1966, später mit den Machern der FiViA und Ralf Köthnig an der Spitze in Berlin, sich der Ausrichtung des Wettbewerbes und der Beschleunigung der Filmemacher für bessere Filme gewidmet haben. Es wäre heute nicht so, wie es ist, wenn es damals nicht so gemacht worden wäre.

Das Außergewöhnliche dieses Festivals war nicht nur der gemeinsame Spaß der Macher und deren Gäste beim Filmeschauen und beim traditionellen Fasching. Schließlich durchlebten wir vor allem bis 1989 eine spannende künstlerisch-politische Atmosphäre, die da hieß: Ist das noch Spaß oder schon ein Angriff auf die Beschlüsse der Partei?

Nicht jeder humorvolle Film war gelungen. Hans-Werner Tzschichhold sorgte dafür, dass mit der von ihm schlussendlich verkündeten Juryentscheidung keiner der Autoren beleidigt sein konnte und gern wieder zur Kamera griff. Seine launige Rede war immer ein Kunstwerk für sich.

Es denke keiner, dass wir nicht im Sinne der Eule weiterhin fröhliche Filme machen!

Jutta und Frank Dietrich

Montag, 18. Juli 2016

Wenn es am schönsten ist …



40 Eulenspiegeleien - 

was kann man da nicht alles sagen oder schreiben. 


40. EULE
Vielleicht, dass das Filmfestival für Humor & Satire vor allem ein Treffen der Lebensfreude Gleichgesinnter war. Man reiste mit hohen Erwartungen an und fühlte sich als Teil einer großen Familie. Eigentlich erstaunlich, denn im Kern war die „Eule“ ein Wettbewerb und es ging um Bewertungspunkte und Preise. Aber alle Autoren einte die Absicht, ohne kommerzielle Ambitionen mit Ironie, Augenzwinkern, unerwarteten Gags oder auch mal politisch bissig Alltagsthemen oder gesellschaftliche Aspekte filmisch umzusetzen. Mit Spannung wurde die Reaktion des Publikums und die Einschätzung der Jury erwartet. In den Pausen gab es viel lobendes Schulterklopfen, gemeinsames Nachlachen oder auch Kritik und mitunter auch den Gedanken: Das hätte ich besser hingekriegt. Warum kam mir nur nicht die zündende Idee? Mit vielfältigen Eindrücken aus kulturellem Rahmenprogramm, Filmwettbewerb, Faschingsfilmball und touristischen Leckerbissen fuhren die Teilnehmer nach drei tollen Tagen wieder nach Hause. Oft war auch der Ansatz eines neuen Filmprojekts mit im Gepäck.
im Saal
Trotz gesellschaftlicher Erschütterungen und staatlichen Veränderungen war dem Filmfestival immer ein friedliches Umfeld vergönnt. Aufgewachsen im damals abgeschirmten Osten mauserte sich die Eule in den neunziger Jahren zum gesamtdeutschen Sonderfestival des BDFA und wurde international. Stolz bezeichneten die FiViAner ihren Verein als “Club, der die Eule macht“. Und so war das auch. Alle Mitglieder standen nicht nur geschlossen hinter dem Festival, sondern setzten es Jahr für Jahr mit enormem Teamgeist in die Tat um.
Fam. Tzschichhold
Der Geist ist noch immer da, aber die Kräfte zur Umsetzung schwinden. Mit einem Durchschnittsalter der noch lebenden Eulenmacher von 75 Jahren besitzt die FiViA zwar bundesweit kein Filmclub- Alleinstellungsmerkmal, wohl aber mit der Anzahl der in diesem Jahrhundert bisher organisierten Filmfestivals. Kurzum - ehe der Sensenmann die Eule kassiert, erklären wir hier schweren Herzens: Aus den genannten Gründen und vielen weiteren ungenannten ist es uns leider nicht mehr möglich, ein Filmfestival vom Format der Eulenspiegeleien zu stemmen. Diese realistische Einschätzung sind wir auch unserem treuen Publikum schuldig, dessen Besucherzahl in den vergangenen Jahren gleichauf mit denen der deutschen Filmfestspiele lag. Wir können die 40. Eulenspiegeleien nicht mehr toppen!
Vielen herzlichen Dank allen Eulenfreunden, deren Filme wir zeigen durften oder die uns besuchten und das notwendige Sitzfleisch mit in den Vorführsaal brachten, sagen stellvertretend fürs ganze Eulenteam
 
Dr. Ralf Köthnig - der "Chef"

Hans-Werner Tzschichhold
Sigrid Tzschichhold

Ralf Köthnig
Bis neulich …