Das knallgelbe Ballkleid der Tante, die eine „West-Berliner „Lebedame““ war ( was das „Brandloch“ beweist ) und der Diaprojektor: „...bei den Diaabenden sorgten die „Schnappschüsse“ des Vaters mit dem Selbstauslöser der „Praktica“ immer wieder für Lacher ...er verhedderte sich im Tragriemen und die Aufnahmen gingen „in Wald und Himmel“.
Es gibt neben der Trauer eben auch diese warmherzigen Erinnerungen ... dieser Blick erleichtert irgendwann...(Pfingsten, Mai 2024 H&M Köpenick)
2019 initiiert der Hospizdienst der Stephanus-Stiftung eine Kooperation mit H&M im Berliner Shoppingcenter „Forum Köpenick“. Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind zwei Schaufenster, die das Textilhandelsunternehmen dem Stephanus- Hospizdienst zur Verfügung stellt, um hier auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Und damit entstand auch die Idee des Films: Ein Ort für Erinnerungen inmitten von Modewäsche und Trendstyles. „Hier laufen die Fäden des Films zusammen“, so Andreas Wieland, gelernter Dekorateur, Filmemacher und Preisträger mehrerer Kurzfilme.
Zum 25. Jubiläum des Stephanus-Hospizdienstes entwarfen er und Koordinator Frank Wappler einen Dankeschön-Film für das Ehrenamt. Die Idee: Erinnerungen und Biografie dieser ehrenamtlich Tätigen in den Mittelpunkt zu stellen.
„Geplant war ein Kurzfilm. 25 Minuten – nicht länger. Schon am ersten Drehtag war uns beiden klar, das wird wohl nichts. Aber jeder „Ballon“ hat es verdient, sich in seiner vollen Größe, Form und Farbe zu zeigen. Es wurden 1 Std. 15 Minuten,“ erklärt Frank Wappler.
Im Film erzählen die Leihgeber die Geschichten zu ihren Erinnerungsstücken im Schaufenster
und erläutern ihren Weg zum ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Mitarbeiter im Hospizbereich.
Die Musik kommt von der Dresdner Band 108 Fahrenheit.
Der Film wird präsentiert vom „Stadtteilzentrum Schöneberg“
in den Räumen der Baptisten Schöneberg Hauptstrasse 125a in 10827 Berlin (Untergeschoss Raum 5) links neben dem Lidl Parkplatz.
Zur Veranstaltung am 24.April um 18:00 gibt es eine Talkrunde sowie Live Musik von Arno Zillmer aus seinem Projekt „Schenke Lieder“.
Wagen wir es? Gehen wir weiter? Im Trauern... Gehen wir weiter an tiefste menschliche Punkte, an Vergessenes, vielleicht noch nicht Aufgearbeitetes oder noch nicht Vergebenes? Gehen wir weiter im Zuhören und Betreuen...im Aushalten von schwierigen wortlosen Situationen...gehen wir weiter, wenn ES überstanden ist? Bleiben wir liebevoll ? Behalten wir uns selbst dabei im Blick?
Wagen wir es ?!







