Montag, 13. Oktober 2014

Querdenker - eine Antwort



Am 11.10.2014 fand die planmäßige Zusammenkunft der Leiter der im Landesverband Berlin/Brandenburg zusammengeschlossenen Clubs statt.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die von den „Querdenkern“ vorgelegten Vorschläge.
usw.

Unsere Filmfestivals sind das wichtigste, nach außen hin wahrgenommene Aushängeschild des BDFA…, aber sie sind nicht „cool“. Und sind meist schlecht besucht.

Ergebnis: Verringerung der thematisch gleichen BFFs!
Folgende sollten „übrig“ bleiben:

 


BFF FICTION / EXPERIMENTAL & ANIMATION
BFF DOC
BFF REPORT

Hier herrschte Einverständnis bei unseren Clubleitern. Ein wichtiges Argument war auch, dass viele der Bundesfilmfestivals gleichzeitig stattfinden. Man nimmt sich hier das Publikum gegenseitig weg. Und die Reiselust wird bei unserem „Stammleuten“ auch nicht vergrößert.

Ziel:
·        Steigerung der Besucherzahlen von BDFA-Mitgliedern u. a.
·        Qualitätssteigerung der gezeigten Beiträge und damit der Festivals
·        Effektive Bündelung der Mittel oder Ausgabenentlastung

Zu erwartendes  Hauptproblem:
·        Filmüberschuss in der Übergangszeit


Wiedereinführung oder Ausbau der Regionalfilmfestivals (RFFs)
Das letztgenannte Mittel wird ein Problem für kleine Landesverbände, denn sowohl der LV Mecklenburg/Vorpommern als auch der von Sachsen sind ja alles andere als mit großen Mitgliederzahlen sprich Regionen vertreten. Das ist in den alten Bundesländern anders. Auch für Berlin/Brandenburg gäbe das keinen Sinn.

Sichtungs- und Auswahlgremium der BFFs
Die Gremien sichten die Nominierungen und entscheiden endgültig über die Aufnahme in die Festivalprogramme der BFFs.
Einspruchsgremium entfällt.
Das könnte zu mindestens für eine Übergangszeit die effektive Lösung sein. Hier gab es aber, zum Teil sehr berechtigt, einen erheblichen Klärungsbedarf.

Wer ist dieses Gremium?
Wer bestimmt die Mitgliedschaft in diesem Gremium?
 
Vorschlag Landesverband Berlin/Brandenburg:
Ergänzend wurde mehrheitlich vorgeschlagen, dass wie bei anderen Festivals eine Auswahlkommission über die Projektion der Filme entscheiden soll, jedoch soll jeder „delegierte Film“ eine Teilnahmeurkunde erhalten.

Teils unattraktive BFF-Veranstaltungsorte/Häufige Pannen bei Durchführung
Wir haben im Landesverband Berlin/Brandenburg mit dem Kino TONI eine fantastische Spielstätte und hoffen, dass diese uns erhalten bleibt. Die Projektion der eingereichten Filme über die installierte DLP-Anlage lässt keine Wünsche offen. Letztendlich ist aber alles ein finanzielles Problem, denn der Kinobetreiber muss ja auch Geld verdienen.

Problem:
Zu komplizierte und für Neumitglieder sowie Interessierte nur schwer verständliche
„Wettbewerbs- und Jurybestimmungen“ bzw. Gesamtstruktur der Festivals

Hier waren keine Lösungsansätze erkennbar. Schon die Teilnahme von „Halb-Profis“ ist für „Rein-Amateure“ kaum zumutbar. Den meisten Raum der Projektion der Filme sollten Verbandsmitgliedern erhalten.  Für Studenten und andere gibt es genügende Wettbewerbe und Festivals. Immerhin finanzieren die BDFA-ler den Verband. 

Die Regelung mit einer Weitermeldung eines sogenannten S-Films ist beizubehalten.

Neue Mitglieder zu gewinnen ist verdammt schwierig. (3 € für das Phrasenschwein).


Radikale Reduzierung der Medaillen / Preise
Eine Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen je Bundesfilmfestival

Deutliche Aufwertung der Medaillen. Vermeidung von Diskreditierung der Autoren mit Teilnahmeurkunden, die meist in der Minderheit sind.
„Lobende Erwähnungen“ sollen von den Jurys wieder vermehrt vergeben werden. Filme werden weiterhin durch ein Auswahlgremium zu den DAFF weitergemeldet.
Bei radikaler Reduzierung der Preise sollten auch nur die Preisträgerfilme mit einer Laudatio geehrt werden (wie bei den DAFF-Obelisken). Das schafft auch Raum für mehr Vorführzeit.

Wann beginnt der Bundesverband Deutscher Filmautoren mit der Umsetzung?
Der Querdenkerprozess habe im vergangenen Jahr viele neue, wichtige und gute Ansätze hervorgebracht. In diesem Jahr solle die äußerst interessante und zukunftsweisende Arbeit fortgesetzt und auch konkretisiert werden. „Viele Dinge wurden angesprochen, viele auch berechtigt, man muss das unbedingt weiterverfolgen“. Auf der kommenden Jahrestagung schon sollen erste Vorschläge der Gruppe vorgestellt werden.
Wartet nicht zu lange, denn es ist – siehe Uhr.





Rainer Hässelbarth
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
im Landesverband Berlin/Brandenburg des
Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) e.V.

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