Vor mehr als 20 Jahren hatte der Nordberliner Video-Club NVC die Idee, einen Videoclip-Wettbewerb ins Leben zu rufen. Mit viel Respekt für die kleine Mannschaft, die über viele Jahre den nichtkommerziellen Filmemachern eine Plattform für Videoclips bot, hat die FiViA im Jahr 2009 die Ausrichtung dieses Musik-Videoclip-Wettbewerbs übernommen. Von da an haben sie sich auch für die internationale Filmszene geöffnet. Aus der kleinen nationalen Filmveranstaltung wurde der Internationale Musik-Videoclip- Wettbewerb für nichtkommerzielle Filmemacher.
Und besonders traurig: Es wird der letzte Wettbewerb sein. Wie stand es im Programmheft? „Ohne Moss nichts los!“ Viele Jahre war es ein Sonderwettbewerb des BDFA. Lange Zeit wurde er auch finanziell unterstützt vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Es gibt kein Geld mehr, keine Unterstützung.
Über 80 Besucher hatten sich eingefunden, darunter auch ein paar neue Gesichter. Und auch sehr bemerkenswert: 38 Filme wurden für den internationalen Musik-Videoclip-Wettbewerb eingesandt. Von diesen Filmen nahmen 33 am Wettbewerb teil.
In der Jury waren diesmal Dorothea Breetz, freischaffende Filmerin, Christa Anna-Lisa Schaier, Diplom Film- und Fernsehwirtschafterin, Dennis Gericke, Filmemacher vom ars cinema berlin e.V., Martin Kaiser, Musikredakteur und Burkhard Schütz, Schauspieler.
Zugegeben, es waren bemerkenswerte Wertungen, manchmal sogar zwischen 1 und 5.

Beim „Goldfilm“ war man sich einig: Fünfmal die 6! für den Film „PUNCH'n'JUDY Mein Kind“ von Thomas Miccolis aus Wuppertal. Eine sehr gelungene Hard-Rock-Parodie auf das Märchen „Rumpelstilzchen“.
Auch sehr lobenswert. Bei den FiViA-nern gibt es keine Medaillenflut. Es werden nur ein 1., zwei 2. und drei 3. Preise vergeben.
Martin Kochloefl aus Landshut war extra angereist und nahm verdientermaßen einen 2. Preis mit nach Hause. Und da Punktgleichheit bestand, wurden noch zwei Silbermedaillen verliehen: Julian Spillner aus Berlin für „Adulescens-Evermore“ und Stanislav Domanský aus Kroměřiž/Tschechien für „SCHLEMIHL EMIL“ (in Deutsch gesungen!).
Bronze ging an Jürgen Pellot aus Berlin für „TENGO MIEDO“, Dr. Frank Dietrich aus Großkoschen mit „CAPRIccio“ („jeder gute Reisefilm fängt mit einem Sonnenuntergang an“) und Daniel Bayat für den Film „Poor Man“.
Fazit. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Vielen Dank den fleißigen Helfern im Hintergrund. Schade, dass nun Schluss ist.
alle Fotos:
© Günter Fischer
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