Montag, 20. März 2017

LandesFilmFestival Berlin/Brandenburg Frühjahr 2017



Ein tolles Plakat im sozialen Netzwerk Facebook lud ein.

Im fast vollbesetzten Kino TONI begrüßte der Chef der Film- und Video-Autoren Berlin (FiViA), Diddi Schürtz, die anwesenden Filmautorinnen und -autoren sowie die Gäste. Unser Präsident hatte sich aufgrund des Schienenersatzverkehrs leider verspätet.

In seinem Vorwort im Programm stellte Diddi Schürtz fest, dass die Durchführung von Festivals immer noch eine Basisaufgabe sei. Die wichtige Frage sei auch, dass es kaum noch Bereitschaft gäbe, in der Jury mitzuarbeiten. Monatelang wurde geschrieben und telefoniert. Im Ergebnis konnte zwar die ausreichende Zahl an Juroren gefunden werden, jedoch waren vier von fünf nicht im BDFA organisiert. Und Sebastian Bräuniger kam noch vom LV Sachsen. Der Landesverband Berlin/Brandenburg hat über 130 Mitglieder. Keiner erklärte sich bereit, in der Jury tätig zu werden.

Auch für den Herbstwettbewerb hat sich noch kein Ausrichterteam gefunden.

Neben wie gesagt, Sebastian Bräuniger, Christa Anna-Lisa Schaier und Mathias J. Blochwitz, beide Absolventen der jetzigen Filmuniversität Babelsberg hatten sich Isabell Wackers, 2012 bis 2017 Studium an der Filmuniversität Babelsberg, und Peter von Herwarth, freier Kameramann, bereitgefunden, sich dieser Aufgabe zu stellen. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle. Als Juryleiter war Klaus Woinar, unser 2. Vorsitzender, tätig


Erst einmal die Ergebnisse des Wettbewerbs:

Nr.FilmtitelSonderpreis
4 Die Lichtung Rolf Birn, Paula Wittich 1. Preis 5 5 5 Bester Film
8 Wajda Chris Bitchcowsky 1. Preis 5 5 4 Beste Dokumentation
15 Hallig Hooge - meinerseits Hans Hickisch 2. Preis 5 5 3 Beste Regie
16 ARACHNE Dave Lojek, Dieter Leitner 2. Preis 5 5 3 Bester Kurzspielfilm
7 Top Hat Effect Dave Lojek 2. Preis 5 4 2 Beste Filmmusik
14 Hast du mal ne Minute Dennis Gerecke 2. Preis 5 4 2
6 Fürst Franz und der Wörlitzer Park Manfred Ulbert 2. Preis 5 5 1
2 Aus dem Land der Leoparden Dr. Harald Sprengler 2. Preis 5 4 0 Beste Kamera
17 Das volle Programm Florian Jankowsky 2. Preis 4 4 0 Publikumspreis
12 Geflügelter Dirigent Dietrich Hoffmann 3. Preis 5 2 0
13 REVE GENERAL Dave Lojek 3. Preis 5 2 0
3 Carrara Werner Becker 3. Preis 4 2 0
5 Wir singen wie es uns gefällt Manfred Hennig 3. Preis 3 0 0
11 Die Pyramide Wolfram Heinz 3. Preis 3 0 0
1 Ohne Dich Dave Lojek 3. Preis 3 0 0
10 Fainting Flicker Dave Lojek 0 2 0 0
9 NR 13 Lotus - ein ganz besonderes Familienmitglied Reinhard Gubi 0 0 0 0


Nachzulesen auch auf unsere LVBB-Seite (Dank an Rolf Baumeister)


Preisverteilung in Summe
1. Preise
2

2. Preise
7

3. Preise
6




Anzahl der Preise
15
bei 17 Filmen

Vielleicht ein bisschen zu großzügig?


Die von unserem Vorsitzenden initiierten Sonderpreise kamen bei den Filmautoren gut an. Leider war die Preisverleihung insgesamt ein bisschen hektisch (warum eigentlich? Wir waren doch gut im Zeitplan).


Zu den Filmen. Alle Genres waren wieder vertreten.

Rolf Birn mit seiner „ANIMA“ in Dresden, er ist ja Mitglied bei den Videofilmern Senftenberg, hatte mit dem „Scherenschnittfilm“, eine uralte Technik, den Film „Die Lichtung“ eingereicht. Er bekam auch dreimal 5 Stimmen und zu Recht den 1. Preis.

Chris Bitchcowsky stellte mit seinem Film „WAJDA“ eine biografische Dokumentation dieses weltberühmten Regisseurs Andrzej Wajda vor. Andrzej Wajda erhielt im Jahre 2000 den „Oscar“ für sein Lebenswerk. Interessant auch, dass der Autor als Komparse in zwei der Filme von Andrzej Wajda mitspielen konnte.
 

Von I, Nikater, CC BY-SA 3.0, 
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2635371
„Fürst Franz und der Wörlitzer Park“ von Manfred Ulbert zeigte uns den aufwendig rekonstruierten Wörlitzer Park, der ein bedeutender Teil des heute als UNESCO-Welterbe gelisteten „Dessau-Wörlitzer Gartenreiches“ ist, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817) geschaffen wurde. Der Park ist Teil des Netzwerks Gartenträume Sachsen-Anhalt. Tolle Bilder und ein sehr informativer Kommentar.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich der Ausrichter bei der Geschäftsführerin des Kinos, Frau Manuela Miethe, für die Möglichkeit hier den Wettbewerb zu veranstalten.

Und Frau Miethe sagte, dass nach einem Verkauf in die richtigen Hände es bestimmt eine Möglichkeit gäbe, das LandesFilmFestival auch im Herbst hier zu veranstalten. Ganz starker Beifall war die befreiende Reaktion. Na dann hoffen wir mal.

Zur Nominierung.

Hier gab es ein paar Unklarheiten. Es gibt ja eine neue Festivalebene des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren e.V. Wir sind im Regionalverband Ost zusammengeschlossen. Dieser umfasst das BSW, LV MV, LV BB, LV Thüringen und LV Sachsen. Normalerweise sollte eine zusätzliche Veranstaltung mit den nominierten Filmen der jeweiligen LVs organisiert werden. Diese ist jedoch aus finanziellen Gründen nicht zu Stande gekommen. Somit hatten die Chefs der LVs, welche zur im März 2017 zur Jahreshauptversammlung des BDFA gefahren sind, die Aufgabe, von den nominierten Filmen die entsprechenden Bundesfilmfestivals zu „bestücken“. Das ist auch geschehen. Das Ergebnis ist ja bekanntgegeben worden.

Für die BFF des Jahres 2018 ist nun folgende Verfahrensweise festgelegt worden. Nach dem Herbstwettbewerb des LV BB werden die Filme dann zusammen mit den „Frühjahrsfilmen“ nominiert. Das wird dann die Auswahlkommission des Berlin/Brandenburger-Herbstwettbewerbes machen. Das macht aus meiner Sicht auch Sinn. Nach dem letzten LV-Wettbewerb des Jahres 2016 soll noch einmal versucht werden, eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren. Hier sollten dann alle nominierten Filme endgültig zu den entsprechenden Bundesfimfestivals delegiert werden.

Wie schon auf der JHV festgestellt wurde, ist diese Auswahl, die nur von den jeweiligen LV-Vorsitzenden getroffen wird, nicht optimal. Es muss unbedingt eine andere Lösung her.



RaHa

2 Kommentare:

  1. Ein großer Dank gilt auch den Ausrichtern, den Film- und Videoautoren Berlin e.V. (FiViA), die auch diesen Wettbewerb auf gutem Niveau durchführten.
    Übrigrens "Auch für den Herbstwettbewerb hat sich noch kein Ausrichterteam gefunden." stimmt so auch nicht, da sich FiViA wiederum bereit erklärt hat, auch diesen Wettbewerb durchzuführen.
    Viele Grüße von den FiViA'nern
    Armin Andreas (FiViA)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Armin, lies mal bitte das Programmheft und das Vorwort Deines Clubvorsitzenden. Es kann doch nicht angehen, dass ausschliesslich die im Osten Berlins tätigen Filmemacher alle Aufgaben und Funktionen des LV BB ausüben. Bis jetzt hat nur Sushma Gütters zugesagt, sich zu beteiligen.
    Gleiches gilt auch für die Jurorentätigkeit. Aber das hatte ich ja geschrieben.
    Natürlich gilt ein großer Dank den Festivalmachern. Soll hiermit nachgeholt sein.
    Rainer Hässelbarth

    AntwortenLöschen