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Sonntag, 28. Oktober 2018

Jurorenseminar im LV BB


Es wurde aber auch Zeit …

Es ist lange her, dass man sich im Landesverband Berlin/Brandenburg zu einer Filmwerkstatt für Juroren und Autoren traf. Dank Manfred Hennigs Initiative von den Videofilmern Senftenberg wurde Rainer Drews, Chef des LV Nord, gewonnen. Er stand am 20. Oktober 2018 vor 18 Interessierten im Berliner Theater am Park. Alle harrten gespannt der Dinge, um dann am Abend sehr zufrieden ihre teilweise langen Heimwege anzutreten.

Schon beim intensiven Notieren der theoretischen Ansätze und praktischen Erfahrungen des Seminarleiters zeigte es sich, dass es sich für die Teilnehmer lohnte, Wissenswertes festzuhalten. Der mit Filmbeispielen vorgestellte Wertungsbogen hilft nicht nur Juroren beim gründlichen Entscheiden. Jeder Autor selbst hat die Möglichkeit, damit die Filme anderer für die eigene Arbeit zu analysieren bzw. bei selbstkritischem Wollen auch die Reserven der eigenen Filme aufzudecken.

Wie schwierig es ist, vor Publikum die eigene Filmanalyse vorzustellen, zeigte sich beim praktischen Versuch. Eine von den Teilnehmern gebildete Jury musste erkennen, dass das „Beurteilen-Besprechen-Bewerten“ eines Filmes keine leichte Sache ist. Auch hier macht die Übung den Meister.

Besonders bemerkenswert waren die Ausführungen von Rainer Drews zum Thema des Spannungsfeldes zwischen Autor und Juror. Seinen Vorschlägen für beide Seiten kann man nur zustimmen: Denkt immer daran, dass wir Spaß an unserem Hobby haben wollen, dass Kritik nicht auf die Kinnspitze zielen soll, akzeptiert, dass nicht jeder alle Themen und Gestaltungsweisen mag, dass man auch die eigenen Filme einer besonders kritischen Betrachtung unterwerfen muss.

Mit dem Nordlicht Rainer Drews standen wir einen Sonnabend lang nicht im Finstern. Dafür sei ihm herzlich gedankt. Anderen Filmklubs sei sein Können ausdrücklich empfohlen.



Frank Dietrich