Montag, 25. Februar 2019

Ostinale - ein Kommentar


Ostinale - eine Premiere mit neuartigem Reglement,
Minutenwettbewerb – im gewohnten Procedere.
Und?
Aus meiner Sicht als neutraler Beobachter ist Beides rundum sehr sehr gut gelungen.
Die Organisatoren haben sicher sehr viel Gutes und Richtiges in die Vorbereitung investiert. Dies zahlte sich entsprechend aus.
Wohltuend waren die Eröffnung durch den Bürgermeister und Intendanten, der Empfang und die Betreuung durch die Damen und Herren vom Club der Videofilmer Senftenberg, die kulinarische Versorgung.
Die Filme, na ja, wie meist, ein Sammelsurium von Filmen mit sehr guter, guter und mäßiger Qualität - vom Veranstalter nicht zu beeinflussen.
Die Projektion und PowerPoint Präsentation – perfekt.
Das gut und übersichtlich gestaltete Programmheft erleichterte sehr die Orientierung.

Und die Bewertung der Ostinale-Filme?

Selten habe ich eine so sachliche, qualifizierte und letztlich gerechte Jurybewertung erlebt, mit einem Juryleiter, der durch seine lockeres und niveauvolles Taktieren wesentlichen Anteil daran hatte.

Der gewohnte Minutenwettbewerb litt etwas unter der relativ geringen Anzahl und Qualität der eingereichten Filme. Das Urteil der Besucher konnte dennoch eine Spitzengruppe ermitteln, die dem Anspruch an eine solche gut gerecht wurde.

Fazit: ein ganz großes Dankeschön den Videofilmern Senftenberg für diese 1. Ostinale incl. Minutenwettbewerb!

G. Müller, 25.2.2019


Montag, 18. Februar 2019

11. Senftenberger Kurzfilmtage - Ostinale


Alles ist neu – Alles ist anders
So lautete das Motto der diesjährigen 11. Senftenberger Kurzfilmtage am 15. und 16. Februar 2019.
Ein ganzes Jahr freue ich mich auf interessante Filme zu einem Thema, für deren Besten es die Lausitzer Findlinge in Bronze, Gold und Silber sowie den Preis des Bürgermeisters gibt. Aber auch auf die kulturellen Highlights und Neues für mich aus der Region am Sonntag bei der Preisverleihung an einem vorher geheimen Ort.
Doch das gab es in diesem Jahr laut Programm nicht.
Neu war auch der Festivalleiter Udo Heuberger. Michael Franke, der uns  jahrelang charmant durch die Tage führte, hat sein Amt weitergereicht, und der Neue hat sein Debüt mit Lockerheit bestanden.
Doch traditionell begrüßten der Bürgermeister und der Intendant der neuen Bühne die Filmergemeinde aus nah und fern.
Bürgermeister Andreas Fredrich dankte dem Theater, weil es seit vielen Jahren als Veranstaltungsort die Organisatoren der Videofilmer Senftenberg unterstützt, und wünschte interessante Filme und Gespräche sowie schöne Stunden in der Stadt.
Der Intendant  Manuel Soubeyrand betonte, dass er sich freut über die gemeinschaftliche Kooperation mit dem Filmclub, denn Kunst und Kultur sind sehr wichtig, und die neue Bühne ist mehr als ein  Theater, sie ist ein sozio-kulturelles Zentrum für die Stadt. In seinem  Grußwort betonte er auch, es ist ein Glück, in einer Rechtsordnung zu leben, wo die Freiheit des Einen mit der Freiheit des Anderen in Einklang gebracht werden kann.
Die Filmveranstaltung begann mit einem kurzen Rückblick auf die 10. Kurzfilmtage 2018 von Andreas Ristau. Vielen Dank dafür.
Für den  26. Deutschen Minutenwettbewerb gab es auch einen Führungswechsel.


Alexander Haase, unterstützt von Michael Franke, erklärte neuen Teilnehmern das Procedere für den 1. Teil, den Vorausscheid, wo alle eingereichten Filme gezeigt und  mit Punkten bewertet werden, damit die 16 Finalisten ausgewählt werden können.
Leider wurden für dieses Jahr nur 21 Filme von 16 Autoren eingereicht. Das hatte -wie eine Medaille - auch zwei Seiten.  Vor- und Nachteile. Für die Autoren die größere Chance in das Finale zu kommen  und  für die Punkte- Auswerter weniger Arbeit. Jedoch für die Zuschauer zum einen weniger Themenvielfalt und zum anderen geringere Auswahlmöglichkeiten auch an Qualität, was man mitunter am sehr spärlichen Beifall merkte.
Doch ich staunte wieder, was mir die Autoren in einer Minute alles  erzählten wollten.
Kleine und auch größere Inhalte, wenn man etwas länger nachdachte.
In dem bunten Programm erlebte ich den Künstler Natur, menschliche Schwächen und Unarten sowie die Rache einer Hausfrau.  Mir wurde eine illustre Hochzeitsgesellschaft gezeigt, und ich wurde sogar nach New York, Sardinien, auf die griechische Insel Santorin und einen Weihnachtsmarkt entführt. Auch über schlaue Tiere, ihre Besitzer, „Extrem“sportler und Fussballfans konnte ich lachen.
Besonders hervorgehoben wurde, dass auch der inzwischen 90jährige Heino Rocker aus Wiesmoor wieder mit einem eigenen Film nach Senftenberg kam.
Doch nun zu den Ergebnissen.
Das Publikum vergab wie immer seine Stimme für die Medaillengewinner:
Mit  nur vier Stimmen mehr erhielt
Gold: "O Tannenbaum" von Frank Dietrich Kleinkoschen
Silber: "Waschtag" von Manfred Hennig, Bad Liebenwerda      
Bronze: "In der ersten Reihe" von Heino Rocker, Wiesmoor
"Fotoshooting" von Frank Lauter, Schwäbisch Hall
Für den Kunstpreis wurden fünf Beiträge nominiert:
Kunst oder Natur? Von Wolfgang Jahn, Senftenberg
Die Performance von Volker Krieger, Dortmund
Der Hemdentrainer von Volker Krieger, Dortmund
New York in 60 Sekunden von Udo Heuberger, Kleinkoschen
No comment von Bernhard Zimmermann, Düsseldorf
Den Kunstpreis erhielt:
Kunst oder Natur? Von Wolfgang Jahn, Senftenberg

Als Teilnehmer an der DAFF in Wiesbaden vom  20. bis 23. Juni 2019 können sich  mit den Medaillengewinnern noch freuen:
Kunst oder Natur? Von Wolfgang Jahn, Senftenberg,
Farbenspiel von Manfred Hennig, Bad Liebenwerda und Frank Dietrich, Kleinkoschen
New York in 60 Sekunden von Udo Heuberger, Kleinkoschen
teamplayer von Ulf Kalkschmidt, Nübbel

Für den nächsten Deutschen Minutenwettbewerb rufe ich die Filmer des Landes auf, mit Ideen und Beiträgen nicht zu sparen und an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Dass einige Teilnehmer das Ausfallen der Sonntagvormittags – den Höhepunkt der Kurzfilmtage – sehr bedauerten, brachte dem bisherigen Festivalleiter schlaflose Stunden. So verkündete er als Überraschung für die Interessierten eine Fahrt ins Blaue. Und die ist
auch gelungen. Wir besuchten sechs Punkte im Lausitzer Seenland. So stiegen wir 173 Stufen hoch auf die Landmarke bzw. laut Volksmund den“ rostigen Nagel“ und hatten eine tolle Aussicht auf die schöne Landschaft, die aus dem ehemaligen Tagebau entstanden ist. Wir besuchten Verbindungskanäle zu den einzelnen Seen und sogar einen Leuchtturm, in dem man auch schlafen kann. Und es gab auch das traditionelle Glas Sekt zum Abschluss. Dafür Michael Franke unser allerherzlichster Dank. Die nicht mit waren,  haben etwas verpasst.
Abschließend möchte ich noch eine sehr wichtige Sache nennen, ohne die so eine Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann und die ich in den Jahren meiner Berichterstattung vernachlässigt habe: Die Gestaltung des Programmheftes, der Flyer und der PowerPoint Präsentation. Ich fand sie auch in diesem Jahr wieder sehr gelungen. Dafür ein großes Dankeschön an den Macher Matthias Schulz  von den Videofilmern Senftenberg.
Der Dank geht auch an das ganze Team des Filmclubs, ohne das ein Gelingen nicht möglich ist.
Auf die nächsten Senftenberger Kurzfilmtage freut sich

Uschi Wicke, ars cinema berlin

Ergebnisse der 1. Ostinale
Weitermeldungen zu den Bundesfilmfestivals des BDFA

Dokumentarischer Film:
Thüringen
Ein schöpferisches Leben mit Keramik von Erhard Schorcht und
AIDA - open stream von Tin Brendel,
Bahn-Sozialwerk
ganz weit draußen von Franz Josef Berse,
Der Meister der Uhr von Hellmuth Koll
Nachts wenn alles schläft von Bernd Neu
Meckl.-Vorpommern
Verwirklichte Träume von Bärbel Dudeck
Sachsen
abgefahren und abgehängt von Rainer Schubert
Vaterland von Torsten Gerstmann
Patriot oder Verräter? von Steffen Grundmeier
Berlin/Brandenburg
Segen oder Fluch? von Manfred Hennig
Auf den Spuren Günter Grass' von Christoph Byczkowski

BFF Natur
Thüringen
Ultima Thule von Wilfried Matz
about seeds von Jan Philip Roza
Bahn-Sozialwerk
Safari in der Serengeti von Hubert Flegel
Meckl.-Vorpommern
Im Jagdrevier der Ringelnatter und Tumult bei den Erdkröten von Reinhard Voss
Frühling von Peter Schmidt

Fiktionalen Film
Thüringen
TRAUMfactory von Anne Rieckhof
Hotel Sehnsucht von Stefan Schmidt
Meckl.-Vorpommern
verschneckt von Josephine Thiesen
Not-Fall von Karsten Kranzusch
Deniz von Stephanie Möller
Hyperventil von Matthias Spehr
Sachsen
Zum Glück faul gewesen von Mimou Kropp
Gravity von Anselm Mende
Berlin/Brandenburg
Stille Post von Pia Schuster
Pornos gibt's im Kiosk von Leonardo Re
Model Rita von Udo Heuberger

Drei weitere Filme sind für einen Reservepool des BFF Fiktionaler Film gemeldet:
Thüringen
Ginger von Markus Stoll
Meckl.-Vorpommern
MoMa Das Morgenmagazin von Matthias Spehr
Berlin/Brandenburg
Spitzel von Dave Lojek

alle Angaben von Jürgen Haase
Fotos Jürgen Haase