

Zum Höhepunkt des Landesverbandes trafen sich etwa 60 Filmautoren und Zuschauer am ersten Samstag im November im bewährten Kino Toni. Auf 16 Filme im Wettbewerb – Doku, Fiktion, Natur- und Reisefilm – machte traditionsgemäß Angela Jehring mit ihrer Ansage neugierig.
Sehr berührt hat mich gleich der erste Beitrag über vier Orte des Mahnens im Baltikum und die Hintergründe mit Grausamkeiten.
Informativ und unterhaltsam waren auch die nächsten Filme. Die vielen ehrlichen Antworten auf die Frage: „Wer passt auf dich auf?“ regten zum Nachdenken an. Schüler ließen sich vom Geist des Namenspaten ihrer Schule, Rouanet – dem ehemaligen französischen Soldaten in der Potsdamer Garde und späteren Senator und Stadtkämmerer sowie Retter der Stadt 1813 im Napoleonischen Krieg – zu allerlei Begegnungen inspirieren. Es folgte ein sehr gelungener kurzer Film, der mit viel Symbolik die Tragik und Geschichte der Berliner Mauer zeigte. Wir erfuhren die Verwandlung vom Saulus zum Paulus und folgten sehr anschaulich seinen Spuren bis nach Rom. Des weiteren war ein Pärchen zu erleben, das auf unterschiedliche Art und Weise ein gekochtes Ei isst und letztlich mit Augenzwinkern zueinander findet.
Interessant fand ich den Ursprung des Puppenspiels und Kaspers als Kampf gegen Tod und Teufel und seine unterschiedlichen Arten im Gespräch mit dem Direktor des Museums in Bad Liebenwerda. Einblicke bekam ich in das 50-jährige Schaffen des Berliner Fotografen Fred Baumgart, der nicht nur in seinem Kiez bekannt ist. Er fotografierte Politiker und Künstler und ist seit 10 Jahren Mitglied eines Arbeitskreises Aktfotografie. Unterhaltsam war der Rückblick eines Filmamateurs auf seine Entwicklung, der auch eigene Erinnerungen weckte. Schöne Bilder mit treffenden Kommentaren vermittelten Filme über Grönland und das südliche Afrika.Juryleiter Dr. Frank Dietrich ernannte die Diskussion zu einer Aufklärungsrunde durch geschulte Filmeschauer, die manche Dinge anders oder auch viel mehr sehen. Und so war es auch. Renate Korte, Adalbert Becker und Dennis Gerecke brachten mir bei einigen Filmen Licht ins Dunkle. Sie lobten Handwerk, Dramaturgie, Schauspiel, gaben aber auch Hinweise, was Filmlänge und Inhalt betraf, um nächste Vorhaben zu verbessern.
Ein herzliches Dankeschön den Jurymitgliedern, den Organisatoren Filmclub Reinickendorf und Dietmar Schürtz, dem Verein Freunde des Kino Toni e.V. für seine finanzielle Unterstützung sowie den Helfern und Mitarbeitern des Kinos.
Die Ergebnisse sind auf der Internetseite des Landesverbandes zu sehen.
Mit zwei Trailern wurde auf die nächsten Veranstaltungen aufmerksam gemacht:
12. Januar 2024 in Berlin im Theater am Park: Multimediashow über Grönland
20. April 2024 in Senftenberg: 31. Deutscher Minutenwettbewerb mit Best of OSTINALE 2023.
Uschi Wicke
Dienstag, 7. November 2023
Bericht: Landesfilmfestival Berlin / Brandenburg 2023
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Standort:
Antonplatz, 13088 Berlin, Deutschland
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Ein großes Kompliment an alle Macher des LandesFilmFestivals 2023. Und nicht unerwähnt lassen, ein tolles Programmheft, informativ und gut gestaltet.
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