Mittwoch, 1. November 2017

Eine traurige Nachricht



Uns erreichte die traurige Nachricht, dass Claus Krüger im Oktober verstorben ist.



Claus war einer der erfolgreichsten Filmautoren nicht nur im Landesverband Berlin/Brandenburg, sondern auch im Bundesverband Deutscher Film-Autoren e. V. Unvergessen seine Filme „Abgetragen“ (Claus Krüger und Manfred Winkler), „Der Auftrag“ (BFF Doku), „ANTOINETTE“ (Bester Film des Landesverbands, Bundeswettbewerb Report), „Wenn ein Mensch nicht sprechen kann, wie soll er dann erzählen“ („Bester Wettbewerbsfilm“ BFF Doku), „Es war einmal“ (Bester Wettbewerbsfilm, BFF Doku), „Sightseeing“ („Bester Wettbewerbsfilm“).
 
Aber einen Film möchte ich noch herausheben: „Einmal Mittenwalde und zurück“. Dieser Film lief 1990 beim letzten (Ost-) Berliner Filmwettbewerb im Sonderprogramm des Landesverbandes Berlin im Bund der Film- und Videoamateure der DDR (BdFV/DDR), welcher kurz zuvor gegründet wurde.

In beeindruckenden Bildern und mit einem bestechenden Kommentar wurde die Geschichte der Mittenwalder – Neuköllner Eisenbahn vorgestellt. Zur Erinnerung: Die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft (NME) nahm unter dem Namen Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft am 28. September 1900 ihren Betrieb auf. Die Strecke verband den Bahnhof Hermannstraße in Berlin-Neukölln an der Ringbahn mit Mittenwalde in der Mark Brandenburg und wurde am 26. Mai 1903 bis Schöneicher Plan verlängert (aus Wikipedia).
Claus erzählte diese Geschichte aus der sehr persönlichen Sicht eines Lokführers. Auf YouTube ist dieser Film zu sehen. Er hat dort über 3.000 Likes!
Bei der Sonderveranstaltung am 14.10.2014 zum 25. Jahrestag des Mauerfalls wurde im Kino TONI dieser Film noch einmal gezeigt. Es war beeindruckend, diesen Film auf der großen Leinwand zu sehen. Viele der Gäste sprachen uns dann an, wo dieser Film noch zu sehen sei. 

Wir werden Claus sehr vermissen.


RaHa

Montag, 30. Oktober 2017

Landesfilmfestival 4.11.2017 bei der FIVIA in Biesdorf

https://www.facebook.com/events/387319115019193/?active_tab=discussion

Programm

10:00 - 10:30 Eröffnung und Begrüßung

10:30 - 11:30 Wertungsblock 1

Wahlwerbung: Made in Germany - Dennis Gerecke
Arbeitstage - das Rumänienprojekt - Reinhard Gubi
Geschichte vom großen Stein - Manfred Krüger
Bubbles - Riitta Rythä

11:30 - 12:00 Pause

12:00 - 13:00 Wertungsblock 2

Fallen Nature - Dennis Gerecke
Alex und Sasha - Marvin Meiendresch
Weg vom Fenster - Finnegan Godenschweger
Glück im Unglück - Dietmar Schürtz

13:00 - 14:00 Mittagspause

14:00 - 15:00 Wertungsblock 3

Shit Happens - Dieter Primig
Der lange Weg des Mephisto - Udo Heuberger
Gleichung - Dave Lojek
Entlang der Weddinger Panke - Manfred Ulbert
Que vida! Was für ein Leben! - Frank Dietrich

15:00 - 15:30 Pause

ab 15:30 öffentliche Jurydiskussion, Publikumsabstimmung, Preisverleihung, Nominierungen zu Bundesfilmfestivals
 
https://www.facebook.com/events/387319115019193/?active_tab=discussion
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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Hauptwettbewerb HAF 2017:

Am 07. Oktober 2017 war es wieder soweit. Der 49. (!!!) Jahrgang des internationalen Humorfilmfestivals fand wieder im Kino JAS in Tanvald in der Tschechischen Republik statt. Und deutsche Autoren waren mit ihren Filmen vertreten.

Hier erst einmal die Siegerliste: 

Hauptpreis der Stadt Tanvald: 
„NÁVRAT DOMŮ“ (Pavel Kubát)
2. Preis:  „4+1“ (Jaroslav Nykl)
3. Preis:  „WATCHED“ (SLEDOVÁNÍ) (Richard Forstmann ANIMA Dresden)


Parodie auf Werbung

1. Preis:  „TELEVIZE“ (Bohumír Novák)

2. Preis:  „NA TO MUSÍŠ MÍT KOULE!“ (Martin Bohadlo)
3. Preis:  „UVIDÍME“ („Wir waschen“) (Frank Dietrich) 

Preis der Zuschauer      
„GLÜCK IM UNGLÜCK“ (ŠTĚSTÍ V NEŠTĚSTÍ) (Dietmar Schürtz)

Dazu den herzlichsten Glückwunsch :-)

Die Konkurrenz war sehr groß. Insgesamt 51 Filme waren im Hauptwettbewerb. Die weiteren Filme aus Deutschland waren leider nicht erfolgreich, so u.a. PURE SWEETNESS von Dave Lojek, DAS GESCHENK (DÁREK) (Leopod Blümel Studio Fantasia Dresden), BREI FÜR ZWEI (KAŠE PRO DVA) (Leopold Blümel Studio Fantasia Dresden), DAS VERHÖR (VYŠETŘOVÁNÍ) (Alexander Haase). Aber auch diese Beiträge haben das gute Niveau der Veranstaltung dokumentiert.

Die auch bei uns bestens bekannte Monika Hašková hatte wieder für die Verständigung gesorgt, indem sie alles auf Deutsch übersetzte.



Im Programm bzw. auf der Webseite wurde Frank Dietrich zitiert:
Seit 1977 sind die Senftenberger schon dabei!
Vor 40 Jahren war ich mit meinem ersten Film auch das erste Mal beim HAF in Tanvald. Mein Film „Das Schlagloch“ war bester satirischer Film in Deutschland und gefiel auch den Juroren in Tanvald. So konnte ich mit dem 2. Preis nach Hause fahren und wollte gern wiederkommen.
So kam es, dass meine Frau und ich oft zur Zeit der Laubfärbung im Oktober nach Tanvald fuhren und 2. Preise erhielten. Meistens war es Jaroslav Dolecek, der den besseren Film zeigen konnte. In diesem Jahr haben wir von ihm Abschied nehmen müssen. Er war ein Meister des Humorfilms und für uns ein großer Lehrmeister.
1980 gründeten wir den Amateurfilmzirkel und sind seit 1992 die „Videofilmer Senftenberg“. Eine Reihe von Filmen drehten wir früher wie auch heute noch im Team und fuhren gemeinsam nach Tanvald. Wir kamen nicht nur wegen des guten Bieres, der Knödel und des Polkatanzens zum Isergebirge. Wichtig war uns immer die Begegnung mit den tschechischen Filmfreunden, mit denen uns ein herzliches Verhältnis verband und verbindet.
Einige Jahre nach der politischen Wende in Deutschland waren wir nicht beim HAF. Schade eigentlich. Aber vieles war neu zu organisieren, nicht nur im privaten Bereich, auch im deutschen Bundesverband der nichtkommerziellen Filmemacher. Die Senftenberger Filmfreunde waren in diesen Jahren aber immer aktiv und haben nicht nur Wettbewerbe besucht, sondern ab 1982 auch selbst 45 Wettbewerbe organisiert.

Nun sind wir wieder regelmäßig im Herbst in Tanvald mit Filmen zu Gast. Wir arbeiten sehr ernst am Humorfilm und freuen uns auf das Programm, um miteinander Spaß zu haben. Wir wollen am besten Geschichten mit Filmbildern erzählen, die wenig Text und keinen Übersetzer brauchen. Aber Freunde verstehen sich auch so.
Der Stadt Tanvald wünschen wir viel Kraft, dass uns dieser Traditionswettbewerbnoch lange erhalten bleibt. Es würde in der Kulturlandschaft etwas fehlen, wenn HAF nicht mehr wäre.
und wann gibt es Kaffee?
Frank Dietrich


Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Doch! Im nächsten Jahr findet der 50. Jahrgang statt. 

Wie sagte Herr Mgr. Antonín Bělonožník, stellvertretender Bürgermeister der Stadt und Leiter des Wettbewerbs:

"Jsem nesmírně rád, že i díky vám se naše přehlídka mílovými kroky přiblížila ke svému významnému jubileu, které jistě společně se všemi příští rok náležitě oslavíme."
"Ich freue mich sehr, dass auch dank Ihnen unsere Show Schritt für Schritt unserem wichtigen Jubiläum näher gekommen ist, dass wir mit dem nächsten Jahr sicher feiern werden."



Dann auf zum 50. HAF! 

Alle Fotos © Wolfgang Becker

RaHa

 



Freitag, 25. August 2017

UNICA 2017 Dortmund

WORLD MOVIE CONTEST UNICA 2017 in Dortmund

Vom 05. bis 12. August 2017 fand die Weltbegegnung des nichtkommerziellen Films in Dortmund statt.


Der UNICA „World Movie Contest“ 2017, die Weltbegegnung des Films, veranstaltet und ausgerichtet vom BDFA und dem IMD-Team in der Zeche Zollern in Dortmund, ist am 12. August zu Ende gegangen. 
Mit Vierfach-Bronze wurden Filme aus dem deutschen Länderprogramm ausgezeichnet. Edelmetall gewannen Frank Lauter für “Im Reich des Laubfroschs“ und Dave Lojek & Team für „SAMA SLODYCZ – Pure Süße“
Im Jugendbereich erhielt der Film „Zerreißprobe“ von Aygül Özden unter Regie von Moritz Göbel Bronze. Die vierte Medaille gewann die Reportage „Imbiss“ von Christoph Eder & Jonas Eisenschmidt (Bauhaus-Uni Weimar) in der Sparte Filmschule. „Tim & Tom“ von Lutz Gottschalk wurde ein Ehrendiplom zuerkannt. 
Allein nach Medaillenzahl hätte Deutschland einen Sieger-Treppchenplatz erreicht. 
Die acht Goldmedaillen gingen an Estland (2), Spanien, Kroatien, Ukraine, Tschechien, Südkorea, Bulgarien. Unter den elf Silbermedaillen-Gewinnern sind u.a. Russland, Frankreich, Luxemburg, Tunesien, Italien, Slowakei, Ukraine. 
Das interessanteste Länderprogramm kam diesmal aus der Ukraine. 
 
Der beste Jeunesse-Film aus Kroatien. 

Beim World-Minute-Movie-Cup kamen die beiden deutschen Minutenfilme in die Endrunde und gewannen den 2. Preis (Frank Dietrich für "Sahneschnittchen“) und den 3. Preis (Reza Shakory für „Ausfahrt freihalten“). 



Herzlichen Glückwunsch!


Hans-Werner Kreidner